Was waren die Dinge, die dich als Kind glücklich gemacht haben?

Patsch, da war sie die Frage, der Fragen, die mich in erster Linie mal nachdenken liess. Aber auch dies half nix. Mir wollte einfach nichts einfallen.

„Kann denn das sein? War ich ein so unscheinbares Kind, konnte ich etwa nichts gut oder leidet mein Hirn eventuell an Demenz“ …waren nur einige meiner Gedanken dazu.

Ausserdem erwischte ich mich dabei, Dinge finden zu wollen, die sich gut vorzeigen lassen. Die der Verstand gut greifen kann. So wie: „Ich konnte gut singen, ich war gut in dieser oder jener Sportart, ich …“, was weiss der Himmel was ich mir da noch erhofft hatte. Aber eh egal. Denn mir wollte immer noch nichts einfallen.

Und dann ZACK, war es da, ein Gefühl das mich richtig glücklich machte als Kind: schwimmen, spielen, tauchen, springen…im WASSER.

Ich war damals als Kind im Schwimmbad stundenlang im Wasser. Ich sprang, tauchte, spielte … und war dabei so unsagbar glücklich. Meine Mutter musste mich regelrecht aus dem Wasser zwingen, wenn die Lippen dann schon zu blau waren. Kaum spürte ich aber , dass ich sie überzeugen konnte, dass ich mich genug aufgewärmt hätte, war ich auch schon wieder drin im Wasser.

Somit hatte ich etwas gefunden. Voll nichts Vorzeigbares, aber etwas, das beim Gedanken daran immer noch ein Glücksgefühl in mir auslöst. Herrlich!

Wisst ihr, was daraus geworden ist?

Zuerst mal ein Teenager, der sich nicht wohl in seinem Körper fühlte, der sich jahrelang als zu dick empfand, obwohl dem gar nicht so war, was Fotos von damals bezeugen. Aus dem vermeintlich zu rundlichen Teenie wurde eine junge Frau, die sich immer noch nicht wohl fühlte im Bikini und selbst als ich zum Sport fand und im Nachhinein gesehen eine super Figur hatte, versteckte ich mich gerne in den knielangen Surfershorts.

Tja und wenn ich behaupte, dass sich das Phänomen „Den Ist-Zustand nicht zu schätzen zu wissen, um dann Jahre später Fotos zu sehen und sich eh als recht ansehnlich zu empfinden“ Geschichte sei, der irrt sich. Ich kann das immer noch sehr gut, auch wenn mir die Meinung anderer zumindest in diesem Punkt, trotz meiner aktuell vermehrten Rundungen nicht mehr gaaaanz so wichtig ist.

Aber ich schweife ab. Durch dieses „Entsprechen wollen“ nahm ich mir die Freude am Wasser. Ich ging nicht mehr schwimmen und somit ZACK- AUS VORBEI.

Und auch jetzt gibt es solche Momente, in denen mein erster Impuls schreit: Komm spring ins Wasser, pfeif drauf, ob du ein Handtuch dabei hast, pfeif drauf, welche Verabredung du nachher noch hast und ob du dann eine scheiss Frisur oder Pandaaugen von der verschmierten Wimperntusche hast. SPRING doch einfach und geniesse statt zu entsprechen. SPRIIIIING!

Wie oft habe ich es NICHT getan? Ich kann euch in der Sekunde zwei stichfeste Situationen nennen, in denen ich es heute noch bereue, nicht gesprungen zu sein. Was ein klares Zeichen ist, dass es noch viele weitere Begebenheiten mehr gibt.

Eine davon war übrigens vor ziemlich genau zwei Jahren. Unsere standesamtliche Hochzeit. Nur die Trauzeugen, mein Mann und ich im Zwirn in einem Seerestaurant direkt am Zürisee. 36 Grad im Schatten. Der Impuls war da: Rauf auf das Geländer und ZACK rein ins kühle Nass. Aber der Verstand bremste uns aus. „Wie trocknen wir uns dann ab?“ , “ Uns nimmt so nass kein Taxi mehr mit“, „Der schöne teure Anzug“

Juli 2018 Danke @Airtime Photography

SPRIIIIIIIIIIIINGT doch einfach! Gopferdelli nomal!

Also manchmal ist der liebe Verstand ja eigentlich nichts anderes als eine Spassbremse. Schwersten entbehrlich, wenn ihr mich fragt.

Ich versuche in letzter Zeit vermehrt auf solche Impulse zu achten. Oftmals haben diese ja überhaupt gar keine Chance mehr an die Oberfläche zu kommen, schon werden sie von unserer Vernunft ausgebremst.

Sind oft nur klitzekleine Kleinigkeiten. Heute war ich z.B. schwimmen und bin wie damals als kleines Mädchen, wie ein Delfin immer aufgetaucht-runtergetaucht-aufgetaucht-glückselig gelächelt-abgetaucht. Ziemlich lang. Eine Frau sagte dann zu mir: Sie sind ja wie ein Fisch!

Jop, ein sehr glücklicher Fisch mit verschmieren Pandaaugen und einem glückseligen Lächeln im Gesicht.

Vermutlich werde ich eher früher als später unseren Zwillingen peinlich sein, aber das nehme ich in Kauf, denn ich versuche ihnen immer öfter auch mal vorzuleben, dass man das machen darf, was einen glücklich macht.

Lasst uns doch immer öfter mal auf Konventionen pfeifen. Kleine Schritte. Nur für uns selbst. Also ich übe das mal, habe zum Beispiel letztens mit unserem Buben am Arm im Regen getanzt. Was sich die Nachbarn dachten? Ist mir doch schnurz. Hatte ausserdem ein Kind am Arm, da sieht die Gesellschaft ja dann Vieles anders, als wenn man sich allein als Erwachsener tanzend in den Regen begibt. Komische Welt. Ehrlich wahr!

Ich gebe nun die Frage an dich weiter:

Was waren die Dinge, die dich als Kind ganz unabhängig von anderen Personen glücklich gemacht haben?

Und falls du Antworten findest: Tust du es noch?

Das darfst du nur für dich beantworten oder aber auch hier in den Kommentaren, auf Facebook oder Instagram. Würd‘ mich wahnsinnig freuen, von dir zu lesen.

Gruss und Kuss vom glücklichen Fisch 😉

Das Erziehungsstil-Roulette

Autoritär, antiautoritär, laissez-fair, bedürfnisorientiert…..Na? Ist da etwas dabei für dich?

Oder fragst du dich gerade eher, in welchem Erziehungsstil ICH meine Kinder erziehe, wenn ich schon einen Beitrag darüber verfasse?!

Meine eindeutige Antwort ist: Keine Ahnung! Spielt das denn wirklich eine Rolle? Muss man denn immer alles benennen und irgendwo einordnen? Mich nervt das ehrlich gesagt. Hier gibt es Studien zum Thema „Medienkonsum“, da gibt es Beiträge zum Thema „Gesunde Ernährung“ und überall gibt es die „Schlaumeierfraktion“, die sowieso alles besser weiss und dies auch bei jeder Gelegenheit ungefragt kundtun muss.

Ich entscheide mich für: 

Bauchgefühl: ON & Gesellschaftliche Normen: OFF 

Oder ganz unaufgeregt: HERZENSERZIEHUNG

Wann haben wir eigentlich verlernt, auf unsere Intuition zu hören? Seit wann geben wir mehr auf Studien und Ratgeber, als auf unser Elternherz zu hören? Der Verfasser einer Studie kennt unser Kind nicht, aber du und ich: Wir kennen unsere Kinder nicht nur, nein wir lieben unsere Kinder durch und durch. 

Studien und Ratgeber sind gut um unseren Verstand zu füttern, das kann ab und zu ganz gut tun, aber das kann niemals die Essenz ersetzen: Unser Herz, unsere Seele.

Ob ich das tatsächlich immer so einfach umsetzen kann, wie das hier Geschriebene klingt? Nein! Aber ich bin auf dem Weg. Mal kreuzt mich ein grösserer Stein, über den ich ungeschickt drüberkraxel, mal kicke ich mit links kleinere Steine weg und manchmal wird es so eng, dass ich meine, nicht weiterzukommen.  Aber ich bin in Bewegung und versuche dabei immer und immer mehr auf mein Herz zu hören. 

Wie siehst du das? Erwischt du dich auch immer wieder mal, eher nach einer „Norm“ zu handeln, als von deinem tiefsten Urvertrauen aus?

Es steckt einfach zu tief in uns drin. Von klein auf eingetrichterte Glaubenssätze sind da am Werk. Aber wenn man es sich mal bewusst gemacht hat, dann ist der erste Schritt schon getan. Wir machen nämlich alle einen wunderbaren Mamajob! Ehrlich wahr!

Alles, alles Liebe

Eure Nanette

Wie immer, möchte ich erwähnen, dass ich durch euer Feedback wachsen darf. Das darf ein „Gefällt mir“ oder ein „Herzerl“ sein, oder gerne auch ein Kommentar. Ohne jegliches Feedback, scheine ich ins Leere zu schreiben. Das ist natürlich auch in Ordnung, aber mehr Freude bereitet es mir, etwas von euch zurückzubekommen. Das darf übrigens auch ein „Daumen nach unten “ sein. Setze mich auch gerne mit negativer Kritik auseinander.

Reisen zu Corona Zeiten?! Muss das sein?!

„Voll nicht.“ „Sehr unverantwortlich.“ „Sieht man doch, wie die Zahlen wieder raufgehen, nachdem die Grenzen geöffnet wurden.“ „Schau sie dir an, alle reisen sie jetzt z.B. nach Serbien, kommen zurück und stecken uns verantwortungsvoll Daheimgebliebene an…“

Hast du schon mal zumindest ansatzweise in die Richtung gedacht? Also ich schon.

Aber dann ist man vielleicht selber mal in der Situation, etwas zu tun, was man unter normalen Umständen vermutlich nicht anstreben würde.

–> Reisen zu Coronazeiten

Aber von Anfang an:

Der Lockdown ging an uns glimpflich vorüber, unsere Zwillinge mussten noch nicht beschult werden, somit waren wir vormittags meist alleine auf irgend einem kleinen Quartierspielplatz und nachmittags tobte ich mich daheim basteltechnisch mit ihnen aus. Wer hätte das gedacht?! Ich und basteln. Konnte es selbst kaum glauben.

Für meinen Mann änderte sich zumindest im Tagesablauf kaum etwas, er arbeitete normal weiter, nur einmal in der Woche blieb er daheim bei den Kindern, damit ich zur Abwechslung mal konzentriert das Homeschooling für meine Schüler vorbereiten konnte.

Wir hörten kaum mehr Nachrichten und holten uns die Informationen lediglich nach den Sitzungen des Bundesrates. Somit wussten wir, was wir wissen mussten und die restliche Panikmache liessen wir aus. Das tat gut. Denn mulmig war einem natürlich schon, kennt man ja nicht, man ist nicht Pandemie erprobt. Aber die Angst schaffte es nicht, uns den Atem zu nehmen.

Ich gehöre sowieso zu den, als sehr gerne als „naiv und uninformiert“ abgestempelten Menschen. Aber ganz ehrlich. Was bringt es mir, tagtäglich die Fallzahlen zu studieren?! Ich lade die Panik ein und heisse die Angst willkommen, aber weiter bringt mich dieses Wissen nicht. Da bleibe ich sehr gerne weiter „naiv und uninformiert“. Immer und immer wieder werde ich mich dafür entscheiden.

Eine Sache machte mir jedoch extrem zu schaffen: Meine in Wien lebenden Eltern.

Sie sind beide über achtzig Jahre alt und kurz vor dem Lockdown wurde mein Papa an der Hüfte operiert. Alles verlief soweit gut, so gut es halt laufen kann in diesem Alter. Frisch operiert und mit schweren und langanhaltenden Nachwirkungen der Narkose lag er dann abgeschottet im Spital. Nicht schön. Und daheim meine Mama voller Sorge und von dem Unwissen wie es weiter gehen soll extrem geschwächt. Wie soll sie mit ihren nicht einmal 50kg meinem grossen, schweren Papa helfen, wenn er nach Hause kommt? Wie soll das alles weitergehen?

Meine Geschwister kümmerten sich rührend und organisierten unter anderem eine 24h Hilfe. In Zeiten von Grenzschliessungen eine gar nicht so einfache Sache. Diese Tatsache half mir enorm, trotzdem schottete ich mich ziemlich ab, verliess den Familienchat, da ich es nicht ertragen konnte, so weit entfernt zu sein, nichts tun zu können, aber mitzubekommen wie es meinen Eltern immer schlechter ging. Ich empfand eine Art Ohnmacht und die Angst, nicht zu ihnen zu können, sollte es nötig sein lähmte mich.

Der Lockdown wurde verlängert und es war schnell klar, dass unser Osterbesuch nicht stattfinden wird und jetzt komme ich endlich auf den Punkt:

In diesem Moment war ganz klar, ich mache es möglich, dass meine Eltern ihre Enkel sehen können und zwar so bald wie nur möglich.

Und so kam es, dass wir letzte Woche nach Wien reisten. Eine Reise, die ich wohl unter anderen Umständen nicht angestrebt hätte, aber eine Reise die mich im Nachhinein gesehen, sehr sehr glücklich stimmt.

Meinen Eltern geht es den Umständen entsprechend und es war magisch zu sehen, wie vor allem meine Mutter aufblühte, als wir alle gemeinsam unsere pensioniertes Pferchen „Askja“ besuchten. Wer hätte das gedacht: Meine Eltern mitsamt unseren Kindern bei Askja. Da ging mir das Herz aber sowas von auf.

Meine Geschwister, die mit meinen Kindern in genau den Park gingen, in dem schon ich mit meinem Opa damals Enten gefüttert und mich am Spielplatz ausgetobt habe und währenddessen durften mein Mann und ich ein Frühstück an einem meiner Lieblingsplatzerl in Wien geniessen. Zeit nur für uns zwei. Das gab es zuletzt mal irgendwann im Februar und wann es wieder möglich sein wird, ist mehr als fraglich.

Ich bin sehr froh, diese Reise gemacht zu haben und würde mich immer wieder dafür entscheiden. Romantik kommt nicht auf, bei der Maskentragerei, dem Abstandhalten und den vielen anderen Massnahmen, die wir achtsam befolgt haben, aber mein Herz wurde unzählige Male erwärmt, dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Was ich mir ausserdem mitnehme? Lieber mal nachfragen, statt sofort zu urteilen. Klar wird es schwarze Schafe geben, die bis zum letztmöglichen Tag ihre Ferien in einem „Listenland“ verbringen und am nächsten Tag ins Büro gehen und ihre Kinder in die Schule schicken, aber es gibt eben auch die anderen und die gilt es, nicht über einen Kamm zu scheren.

Besagte „Länderliste“ wurden übrigens erst am Tag vor unserem Abflug erstellt. Österreich stand nicht drauf, aber auch wenn…ich wäre geflogen und hätte die Quarantänebedingungen danach in Kauf genommen.

Wie hättest du gehandelt?

Alles Liebe

Eure Nanette

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Wo ist nur unser Wohnzimmer hin?

Spielzeug- überall Spielzeug!

Unser Motto zum Thema Spielzeug : Weniger ist mehr, denn es vermehrt sich nach jeder Feierlichkeit eh von selbst und die Menge nimmt ungeahnte Dimensionen an. 

Wenn ich mich im Bekanntenkreis so umsehe, dann scheinen wir tatsächlich eher wenig Zeug zu haben, aber trotzdem-das Wohnzimmer füllt sich und füllt sich und füllt sich.

Ob die Zwillinge kein Kinderzimmer haben?! Doch, doch… jeder sein eigenes sogar. Aber gespielt wird halt am liebsten in der Nähe von Mami und Papi. Wer kennt‘s? 

Schon ziemlich früh, habe ich also damit angefangen, Spielzeug, das momentan nicht mehr auf der individuellen „Besthits- Liste“ der Zwillinge steht, für einige Zeit lang wegzuräumen. Hat man ja auch schon mal wo gehört, dass dies sinnvoll sei.

Bei uns passierte es mehr aus Pragmatismus heraus: GEBT UNS UNSER WOHNZIMMER WIEDER ZURÜCK! Diesen Kampf haben wir trotz der Wegräumaktion selbstverständlich haushoch verloren, aber was ich sagen will: Räumt man das versteckte Teil dann nach ein paar Wochen, oder Monaten wieder hervor, erlebt es einen zweiten Frühling.

Gestern so geschehen mit unserem Indoorzelt. Das war sooooo schön! Wie die aufgescheuchten Hühner liefen sie umher. „Mami chum mit, Papi lueg!“ (sie versuchen sich mehrheitlich im Switzerdütsch) Zu viert mussten wir gestern Abend in dem kleinen Ding drin liegen und auch heute Morgen war es DAS Highlight. Wo es steht? In einem der Kinderzimmer! Yessss!

Das mit dem Wegräumen, mache ich übrigens auch mit Spielzeug, das MIR am Hammer geht und (Die perfekten Mütter nehmen an dieser Stelle bitte schnell einen Stein in die Hand um ihn in Kürze nach mir zu werfen) mit Büchern…ja, ich verstecke auch Bücher. Aber das hatten wir ja schon mal. Ich krame euch den Blogbeitrag dazu hervor und hänge ihn euch unten dran.

Hier meine vier

>Was ich bereits durch Erfahrung lernen durfte „Gscheitwaschltipps“<

  • Eben: Spielzeuge immer wieder mal wegräumen und ihnen nach einiger Zeit einen zweiten Frühling bescheren.
  • Puzzles…all die verdammten Puzzles und Memories: Räume niemals mehr als zwei davon her und räume diese nach getanem Spiel auch gleich wieder weg. Gleich=sofort=augenblicklich!!
  • Bastelscheren: Hörst du auch gerade die Stimmen „Die Kinder sollen am besten immer Zugang zur Kreativität haben, stellt ihnen Materialien zur freien Verfügung“ ..ähä…genau….fällt ein neuer Haarschnitt dann auch unter kreativ?! Dann bitte lieber unkreativ.
  • Und dann muss ich doch nochmal das Ding mit den Büchern erwähnen. Ich schneide mir nun vermutlich ins eigene Fleisch, sollte ich jemals den Schweizer Pass beantragen, ABER der Schweizer Nationalheld für Kinder namens GLOBI….also…nein…so ein komischer Vogel, mehr als nur unsympathisch, wenn ihr mich fragt. Aber gut, die Kinder lieben ihn-sehr sogar-somit liest man diverse Globibücher rauf und runter vor, bis dann aber schlussendlich ein Buch auftaucht mit der „GLOBINE“ als Titelheldin. Schon nach der ersten Vorlesesession ist glasklar: Dieses Buch MUSS verschwinden! Falls es jemand mal suchen sollte: Es liegt nun irgendwo in den Untiefen des Abstellraumes und ich gebe es zu, es liegt da nicht alleine. Der gute alte „PapaMoll“ darf sich auch immer wieder dazugesellen, wenn ich ihn einfach nicht mehr ertragen kann.

Ah und bevor ich es vergesse. Falls du zu denen gehörst, die nun noch immer einen Stein in der Hand haben: Dies wäre die Stelle, an der es wohl am passendsten wäre, diesen auch wirklich zu werfen. Es ist mir egal….ich weiche aus, oder fange ihn und werfe zurück. Und ich sage euch eines, ihr perfekten Mütter da draussen: Ich treffe! Denn: Vermeintlich perfekt sein ist auch keine Lösung. 😉

Irgendwer: „Das Engelslöckchen habt ihr sicher für das Babyalbum abgeschnitten, oder?!“ – Ich: „Nope“
Anfängerfehler! Ich weiss!

Hier mein oben erwähnter Artikel zum Thema: Kinderbücher verstecken ääähhh vorlesen 😉

Na, was meinst du dazu? Gehörst du zur Fraktion: „Der hau ich einen Stein am Schädel“, oder bist du auf meiner Seite? 😉

Hinterlasse mir doch ein Kommentar hier direkt unter dem Beitrag, oder auch auf Facebook bzw. Instagram. Das wäre mega!

Du folgst meinem „Zwillingszirkus“ noch gar nicht auf Instagram oder Facebook?! Ja sag‘ du mir…es wird Zeit! Vor allem in meinen Instagram-Stories gebe ich immer wieder Einblicke in unseren Zwillingszirkus-Alltag.

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Ich freue mich auf dich! Deine Nanette

Just to say: Ich lebe in der Schweiz, hier gibt es kein „scharfes s“.

Schuhe, überall Schuhe!

Wenn sich die Zwillinge mal alleine beschäftigen, atme ich normalerweise einfach kurz tief durch und kümmere mich um den Haushalt oder setze mich auch mal nur mit einem Kaffeetscherl aufs Sofa.

Aber NIEMALS ohne die Geräuschkulisse ausser Acht zu lassen. Hört ihr?!-NIEMALS!!! Man kennt ja seine Pappenheimer. 

Ja und dann kommt es. Nach einer relativ lang anwährenden Stille höre ich ein Geräusch, das ganz klar „Renn los und versuche das Ausmaß des Chaos in Grenzen zu halten!!“ schreit. Ich also los und was sehe ich?! Der Schuhschrank. Es ist wiedermal der Schuhschrank in ziemlich weit vorgeschrittenem Stadium ausgeräumt.

Ich atme tief durch und will mich schon aufregen…., aber ist es das wert?! Habe mich in diesem Fall für ein „Nein“ entschieden. Wir haben dann gemeinsam diverse Schuhe anprobiert und die zwei Rabauken hatten voll Freude dran.

Und ist es nicht wurscht, ob ich am Ende des Tages zig Schuhe aufräume, oder Legosteine, oder Autos, oder Bücher?! Ja gut… statt dem „oder“ wäre eher ein „und“ angebracht. Aber ihr wisst, was ich meine.

Ob ich bei heimlichen Ausräumaktionen im Badezimmer auch so entspannt bin?! Nein, voll nicht… aber das ist eine andere Geschichte.

Alles Liebe

Eure Nanette

Chic chic
Bisserl weniger Chic, dafür warm!

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„Hausarrest“! Und jetzt?!

Noch, dürfen wir hier bei uns gezielt und mit Bedacht raus, aber mehrheitlich bleibt man ja mittlerweile doch daheim.
Wie läuft das bei euch so?

Bei uns so:

Ja, das wird noch eine spannende Zeit.

Aber mal ehrlich, solch kreative Einlagen bringen meine beiden Schatzerl, mit oder ohne „Hausarrest“.

Was macht Corona mit mir? Was macht Corona mit uns?

Ich gehöre zur Fraktion, die das Ganze anfangs auf die sehr leichte Schulter genommen hat, ich war mir sicher, dass es zu „viel Lärm um Nichts“ einzuordnen ist. Da wurde ich eines Besseren belehrt. Schon bald war auch mir klar, dass es eine ernstzunehmende Sache ist.

Auch mir ist mulmig, wenn ich die leeren Regale im Supermarkt sehe, auch ich fühle mich nicht wohl, wenn auf der Strasse gespenstisch wenig los ist und auch ich habe mich von den viel zu vielen Berichten und Informationen, die man oft ungefragt über diverse Chats zugeschickt bekommt, wahnsinnig machen lassen. Ich habe geweint, weil ich nicht weiss, wann ich meine Eltern wiedersehen kann. Sie sind beide über achtzig Jahre alt und alles andere als gesund, ich sah sie zuletzt im November und die Grenzen sind nun dicht. Gar nicht schön. Immer noch ein Gedanke, der mich traurig stimmt.

Aber jetzt bin ICH gefragt. Jetzt habe ICH es in der Hand. Ich kann mich täglich entscheiden, ob ich in die Panik und Angst einsteigen will, oder ob ich meinen Fokus auf die angenehmen, schönen Dinge im Leben richten will. Und ich schwöre, die gibt es noch!

Auch DU bist gefragt, denn auch DU hast es in der Hand.

Und ganz ehrlich, wer schenkt dir momentan ein besseres Gefühl? Eine Person, die dir mit Panik in der Stimme mitteilt, wieviele Neuerkrankungen es seit dem gestrigen Tag gibt, oder ein Mensch, der mit dir ruhig und sachlich zum Thema plaudert und dabei Zuversicht ausstrahlt, oder noch besser: Über etwas ganz anderes zu erzählen beginnt?!

Ich kann das auch nicht immer, aber ich habe beschlossen, mich nicht verrückt zu machen, mich nicht mit ins Tal der Angst zu begeben, denn da hat niemand etwas davon. Am wenigsten meine Kinder, meine Familie und einen Versuch ist es doch allemal wert.

Lasst uns informiert bleiben und uns an die Vorgaben der jeweiligen Regierung halten, aber nicht mehr und nicht weniger, eben nur so viel, wie jedem Einzelnen von uns gut tut.

Alles ist gut und wenn dem mal nicht so ist, bleibt immer noch Zeit genug, um sich Sorgen zu machen.

Bleibt gesund und munter.

Eure Nanette


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Kommen Sie kommen Sie, schauen Sie sich das an.

Bis wir dann mal das Haus verlassen können….

FRÜHER: Schuhe und Jacke anziehen, Schlüssel nehmen, gehen…

HEUTE: Möglichst bereits am Morgen die Zwillinge mit meinen Plänen konfrontieren und gut vierzig Minuten bevor wir das Haus verlassen sollten checken, was alles mit muss: Wickeltascheninhalt, Trinkflaschen, Snacks,…so halt.

Danach DIE Frage der Fragen stellen: „Hat noch jemand ein Gaggi?!“ Ist im Grunde eh für nix, denn die allgemein passende Dauerantwort ist momentan: NEIN!

Ich mache mir also selbst ein Bild der Wickelsituation und handle je nach Ergebnis meiner Recherche.

Es wird ernst: Socken und Schuhe anziehen!

Ich fange an, „Bonny“ davon überzeugen zu wollen, Socken anzuziehen. Sie sitzt brav am Bänkli und ich darf ihr die Socken anziehen. (eher selten der Fall, aber ich möchte in meinen Beschreibungen ja auch nicht übertrieben wirken)

Socke Nummer 1 sitzt perfekt. „Bonny“ sieht das anders und brüllt und strampelt. Ich versuche Schadensbegrenzung zu betreiben, zupfe am Socken rum und ziehe möglichst schnell den Schuh drüber. Ich habe Glück, die Übung gelingt und sie hat beide Socken und Schuhe an.

Mir ist warm!

Ich widme mich der nächsten Herausforderung: Jacke anziehen!

Ich zücke die Winterjacke und ernte ein resolutes, unmissverständliches : NEIN! Sie läuft davon. In diesem Moment bin ich gar nicht mehr so glücklich darüber, dass sie die Schuhe bereits trägt, denn der Dreck des Vortages ist nun auch im Wohnzimmer zu finden.

Egal, es gibt ja noch „Clyde“. Also, selbes Spiel: Socke Nummer 1, Socke Nummer 2, beide Schuhe an. GEWONNEN!

Ich merke, dass ich schwitze…

„Clyde“ lässt sich die Jacke anziehen und zeigt sich auch bei Mütze und Schal kooperativ.

Leider teilt er mir nun mit, dass er ein „Gaggi“ hat. An dieser Stelle möchte ich gerne schreien.

Ich schreie nicht, wickle stattdessen meinen Sohn.

Was „Bonnie“ in der Zwischenzeit treibt?! Keine Ahnung. Es ist verdächtig ruhig. Nur selten ein gutes Zeichen.

„Clyde“ ist nun frisch gewickelt, schwitzt und meint: „Wenn, geh mer?!“ Tja, das frag ich mich schon länger, doch habe ich keine realistische Antwort auf diese vermeintlich einfache Frage.

„Bonnie“ muss her, wir müssen hier raus. Die Uhrzeit?! KEIN AHNUNG!

Ich rufe sie und habe Glück- sie kommt tatsächlich angestiefelt . Auch in die eben vorhin noch so verhasste Jacke darf ich ihr helfen. Ich kann mein Glück kaum fassen. Mütze und Schal werden verweigert. Aber das ist mir egal, denn ich feiere immer noch, dass sie zumindest Socken in den Winterschuhen trägt.

Also, beide Kinder in den Kinderwagen: Ich ernte ein energisches “ NEIN-laufe!“. Das habe ich bereits befürchtet. Also gut. Ich rechne im Kopf schon, wie viel länger wir von A nach B brauchen werden, wenn sie selber laufen, konzentriere mich dann aber doch lieber nochmals darauf, die Wohnung endlich zu verlassen.

Mein Gott, wie ich schwitze!!!

LOS!-wir gehen. Ahhhhh, nein…ICH brauche auch noch Jacke und Schuhe. Da ist auch noch ein Fleck auf meinem Shirt. Egal, die Jacke ist eh drüber. Raus hier!

Ich sperre tatsächlich von aussen ab. YESSS!! wir gehen ein paar Schritte und „Clyde“ bemerkt, dass sein „Nuschi“ (Lieblingstuch, das ehrlich gesagt dringendst gewaschen gehört) nicht mit dabei ist. Ich wäge kurz ab: Dauergejammer versus schnell nochmal zurück. Die Entscheidung ist klar.

Das Nuschi ist schnell geholt und wir wackeln los. Uuuuur langsam ….

Wie die Story in 95% der Fälle weitergeht?? Das ist in meinem Beitrag vom 12.Januar schnell erklärt:

Wie läuft das bei euch so ab?! Ähnlichkeiten zu erkennen oder ultimative Tipps auf Lager?

Ich freue mich immer sehr über Kommentare hier direkt unter dem Beitrag oder auf Facebook bzw. Instagram.

Alles Liebe Eure Nanette

Und manchmal sitzen sie dann doch im Wagen 🙂

Nur mal ICH sein und „Mami“ bleibt daheim…

Ich checke für eine Nacht in einem Wellnesshotel ein. Ganz-allein! Das Weihnachtsgeschenk meines Mannes, der in der Zwischenzeit daheim die Stellung bei den Zwillingen hält. YESSSS!

„Ob ich nicht eine Freundin fragen möchte, um nicht alleine dort sein zu müssen?!“ , fragte er mich im Vorfeld.

Eindeutig: NEIN! Ich finde, ich bin im Alltag viel zu oft abgelenkt. Ich bin Mama, Lehrerin, Ehefrau, Freundin, Mama, Mama, Mama…aber viel zu selten einfach nur ICH. Das vermisse ich. Sehr sogar! Umso mehr weiss ich zu schätzen, dass mein Mann das erkennt und mir ein solches Weihnachtsgeschenk macht. Ich bin ein Glückspilz.

Also, niemanden einladen, um quasseln zu können, sondern tief einatmen, geniessen und ICH sein-ganz allein! Ich freu‘ mich!

Es geht los….

Check-in ist bereits ab 10.00 Uhr möglich und die Anfahrt dauert laut Navy 50 Minuten. Ich sitze also nach ausgiebigem Abschieds-Gebussel um 9.00 Uhr im Auto. Sicher ist sicher. Nehme mir aber vor, ganz sicher nicht vor 10.00 Uhr ungeduldig an der Rezeption zu kratzen.

Gesagt getan, ab ins Auto UND das erste Highlight meines Wellnesstrips nimmt seinen Lauf: Ich höre Musik. Also nicht falsch verstehen, aber „richtige“ Musik, die MIR gefällt und nicht „Aramsamsam“ oder das „Dinolied“. Und aus den hinteren Reihen ?! Nichts. Stille. Keine Beschwerden, keine Anliegen…Stille! YESSSS!

Der Empfang im Hotel, brav kurz NACH 10.00 Uhr , spielt schon alle Stückeln. Sekterl, Nüsse und Seeblick…unglaublich toller Seeblick. Kann ich hier bitte für immer wohnen?

Nach einem Kurzauftritt im Zimmer packe ich meine sieben Sachen für den SPA- Bereich zusammen und verlasse das Zimmer. Finde das Highlight!?

Eh normal?! HA!- nicht für eine Mama! Niemand will noch schnell die Nase geputzt haben, ich muss niemanden überreden seine Socken anzuziehen, niemand will getröstet werden, kein Streit, niemand läuft noch schnell mit dreckigen Schuhen eine Runde um die Kücheninsel, keiner der noch schnell ein Bussi auf irgend ein Wehwehchen, oder ein Pflaster auf eine nicht vorhandene Wunde haben will UND keine unerträgliche Stinkwolke kurz vorm Verlassen des Zimmers. Einfach nur meine Tasche nehmen und gehen. Welch Luxus!

Gegen 11.00 Uhr bin ich im SPA Bereich. Das tut sowas von gut. Ich schwimme, lese, schlafe, geniesse ein Kaffeetscherl, sitze im Whirlpool, im Dampfbad… wie man das halt so macht.

Um 13.37 Uhr schaue ich das erste Video der Zwillinge an. *seufz* „Oh, da sind ja noch die herzigsten Videos, die ich noch gar nicht im WhatsApp Status hatte! Jöööööööööööö!“ ZACK gepostet.

Dann starte ich in Runde 2: Schlafen-lesen-baden-essen….. so halt.

Es wird Abend.

Abendessen alleine im Restaurant. Das ist blöd.PUNKT. Ich vermisse meinen Mann.

Es folgt die Nacht: Ich vermisse meinen Mann, AAAAAAABER, ich liege im Bett und zwar durchgehend bis 9.00 Uhr am Morgen. Zugegebenerweise schlafe ich nicht durch, aber mal kurz aufwachen, realisieren, dass ganz sicher niemand gerufen, geweint, gehustet, ge-…hat und sich einfach wieder umdrehen und weiterschlafen ist ja schon wieder der mega Luxus. TSCHINDERASSA!

Früüüühstück-alleine. Das geht voll gut. Ich tripple also in den Frühstücksraum und kann mein Glück kaum fassen. Das Buffet gleicht einem Schlaraffenland und ich gebe mich dem Ganzen hin und verdränge den Gedanken, dass ich meinen übervollen Bauch, dann später noch im Wellnessparadies präsentieren darf.

Das allerbeste an der ganzen Sache: Ich muss nach dem Essen nicht auf den Knien unter dem Tisch herumkreulen (herumkriechen), um das von den Kindern veranstaltete Massaker zu entfernen. HAAA!

Ich schaue aufs Handy und denke: „Also ein paar mehr Fotos von den Kindern könnte er schon schicken“.

Ich rolle also in den SPA Bereich und spiele das Programm vom Vortag nochmals ab, aber irgendwie nicht mehr so ganz entspannt. „Reiss dich zusammen Nani! Nütze die rar gesäte Zeit ohne die Familienmeute!“ Gelingt dann noch -aber eben nicht mehr so ganz.

Ich sitze dann im Auto Richtung Heimat und was sehe ich am ersten Kreisverkehr? Einen Traktor mit ZWEI Anhängern! „Clydes“ Augen würden jetzt leuchten und auch „Bonnies“ Fingerchen würden begeistert in Richtung des Vehikels zeigen. Ich vermisse sie. Sehr!

Ja und dann ist auch noch Stau. Wie gemein!

Daheim angekommen tut es so gut, die Freude in den Augen der Kinder zu sehen, während sie mir entgegenlaufen. Mein Herz macht einen Sprung vor lauter Glück, während ich in den Armen meines Mannes stehe und ihn drücke.

Ich denke, ich sollte öfter mal wegfahren- allein das Wiedersehen ist es wert 😉

Wann hast DU dir das letzte Mal etwas Gutes getan? Und das muss kein Hotelaufenthalt sein, denn auch Kleinigkeiten bewusst zu ändern, tut oft schon voll gut.

Das Kleid anziehen, in dem ich mich schön fühle, das aber eigentlich für den Alltag mit den Kindern viel zu schade ist; das Parfum verwenden, das so gut riecht; die Wäsche mal Wäsche sein lassen und ein gutes Stück Kuchen essen; mal mittags nichts kochen und für sich und die Kinder unterwegs etwas holen…

Lass mir doch ein Kommentar da, ich würde mich wirklich sehr freuen.

Alles Liebe , Eure Nanette

The terrible 2…

Tja, was soll ich dazu sagen, wenn man Zwillinge hat, dann ist dieser Spruch ja mehr als zweideutig.

Wer kennt sie nicht, die Phase in der alles „NEIN“ ist, in der man den Kindern nichts recht machen kann und daher auch desöfteren mit einem beachtlichen Wutanfall beglückt wird. Bei uns momentan täglich mehrmals…ja und dann halt auch noch im Doppel. Harte Kost, das sag‘ ich euch!

„Mama Gnocchi“- ich koche Gnocchi – ich serviere Gnocchi- was ernte ich?! Geschrei der Sonderklasse!

Ich meine herausgefunden zu haben, dass ich die Gnocchi in der falsch farbigen Schüssel serviert hatte. Aber was weiss man denn schon so genau….

ABER, sie machen es halt immer wieder ganz schnell wieder gut. Diese kleinen Menschlein haben wirklich eine besondere Gabe, ihre Eltern dann doch immer wieder zu verzücken.

Gestern wollte ich das Haus um 9.00 Uhr verlassen. Ich wollte an meinem freien Tag in die Schule, um eine meiner aller liebsten Lieblingskolleginnen zu verabschieden, die ihren letzten Tag hatte, bevor sie sich ganz bald schon um ihren eigenen Nachwuchs kümmern darf.

Ich hatte bereits 20 Minuten Puffer eingerechnet, man weiss ja nun schon wie der Hase läuft. Ja, und eigentlich weiss man ja auch bereits, dass, wenn man das Haus unbedingt verlassen möchte, die Kinder plötzlich herzallerliebst miteinander zu spielen beginnen

Also : Ich lass‘ sie noch. Kommen wir halt bisserl später. Wurscht.

Es wird 9.15. Uhr ….ich versuche mal „Bonnie“ zu erwischen und mit lächerlichen „Killikilli“-Versuchen zum Schuhe anziehen zu überreden.

Meine Überredungskünste gehören anscheinend auch generalüberholt: Wirkung gleich NULL.

Ich ernte ohrenbetäubendes Gebrüll und kann sie kaum halten vor lauter widerwilligem Gezappel.

MIST: Punkt geht eindeutig an mein kleines widerspenstiges Mädchen.

Also ich versuche es mit „Clyde“. Ich mache es kurz:

Kinder 2: Mama 0

Ich soll mich nicht so anstellen? DU schnappst dir dein wild zappelndes Kind, lenkst es bestmöglich ab und schwuppdiwupp sitzt ihr gut gelaunt im Auto?

Haaaaa, mit ZWEI strampelnden Monsterchen und einer prall gefüllten Windeltasche schaut das Ganze anders aus-glaubt es mir, ich habe über diese Option kurz nachgedacht. Aber nur ganz kurz…ich blieb dann realistisch.

Zurück zur Situation:

„Mama pielen“ …hach, ich verstehe es ja. Sie haben wirklich gerade sowas von herzig gespielt: Lagen zu zweit in einem Gitterbett und haben sich gegenseitig zugedeckt und den Nuggi gereicht. Untertags spielt man das ja gerne, aber wehe dies wird abends von den Eltern eingefordert, aber das ist eine andere Geschichte 😀

Irgendwie hatte ich sie dann unglaublicher Weise gegen 9.30 Uhr im Auto und soll ich euch was sagen, es hat auch noch gereicht und wir kamen mehr oder weniger pünktlich.

Als ich dann mit den beiden die Schule betrat, hatte ich keinerlei Erwartungen. Ich hatte mir im Vorfeld gesagt, dass alles sein darf…sie dürfen schüchtern sein, sie dürfen Angst haben, sie dürfen weinen, sie dürfen…ja einfach genau so sein, wie sie gerade sein wollen. Ein Zimmer voller Lehrpersonen, das ist ja manchmal wirklich zum Fürchten, oder?! 😉

Wir drei betraten das Lehrerzimmer und circa 20 Lehrpersonen sassen bereits um einen grossen Tisch. Ich setzte mich mit beiden auf dem Schoss dazu.

Was passierte?! „Clyde“ schäkerte mit seinem Gegenüber und griff dann ungeniert am reichlich gedeckten Tisch zu, während „Bonnie“ mit bereits vollem Mund meinen Schoss verliess, um einer meiner lieben Kolleginnen in die Arme zu fallen.

Sie hatten eine richtig gute Zeit und waren so umgänglich, neugierig und herzig, dass mir das Herz aufging.

ICH BIN VERLIEBT <3

Oder heute, als ich schon schweissgebadet war, bis beide endlich Schuhe und Jacken anhatten und wir den Raum der Kinderbetreuung des Fitnesscenters verliessen und „Clyde“, der kleine zwei jährige Bub, wie ein ganz Grosser auf super cool ein „Tschüss zäme“ (Tschüss alle zusammen) in die Runde rief:

ICH BIN VERLIEBT <3

Und dann gestern abends. Ich musste mit ihnen „Betti liegen“ spielen und wir lagen zu dritt auf der grossen Matratze. Licht an, Licht ab, Tür auf, Tür zu. Decke drüber, Decke runter. ..

„Clyde“ kam im Dunklen zu mir gekuschelt und flüsterte mir mit seinem Babystimmchen zu:

„Mami, alles guet. Bin da.“

Ganz genau so, wie ich es immer mache, wenn er nachts weint.

ICH BIN sowas von VERLIEBT <3

Danach kam die Zeit kurz vor dem Schlafen gehen: Wickeln, Pyjama anziehen, Zähne putzen…ein einziges Debakel.

Aber sie wissen es halt, dass die Liebe zu ihnen bedingungslos ist. Und das ist ja auch gut so <3

Just to say: Ich lebe in der Schweiz und hier gibt es kein scharfes „s“

Foto Pixabay

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Eine gute Mama MUSS…..

Um die Quintessenz dieses Artikels gleich mal vorweg zu nehmen:

Die einzig richtige Antwort auf den Titelsatz ist: „GOAR NIX!“

Eine gute Mama MUSS überhaupt gar nix.
Wobei, warte- das ist SO auch nicht ganz richtig. Ich korrigiere:

Eine gute Mutter hört auf ihr Herz, ihre Intuition, anstatt auf die vielen Glaubenssätze, die sich teilweise schon über Jahrhunderte, durch die eigens erlebte Erziehung oder aber auch durch die gesellschaftlichen Normen in die Köpfe der Menschen gebohrt haben.

Ja, das gefällt mir mal fürs Erste. 

Seit ein paar Wochen grübel ich zu diesem Thema schon, da ich mich selbst manchmal dabei erwische in die «Mama.MUSS.Falle» zu tappen.

Was für Glaubenssätze schwirren denn da mitunter so in der Gesellschaft herum?! 

  • Eine gute Mama verbringt täglich Zeit mit ihren Kindern an der frischen Luft.
  • Eine gute Mama putzt ihrem Kind mindestens zweimal am Tag gründlich die Zähne.
  • Eine gute Mama spielt mit ihren Kindern und lässt sich auch gerne auf Rollenspiele ein.
  • Eine gute Mama badet bzw. duscht ihr Kind zumindest zweimal pro Woche.
  • Eine gute Mama liest oft Bücher vor und/oder erzählt Geschichten.
  • Eine gute Mama sorgt mindestens zweimal täglich für eine warme Mahlzeit.
  • Eine gute Mama unterbindet den aktiven Zuckerkonsum in den ersten Jahren.
  • Eine gute Mama lässt ihr Kleinkind nicht TV schauen oder andere technische Medien konsumieren.
  • Eine gute Mama geht nicht arbeiten, sondern bleibt möglichst lang daheim.
  • Eine gute Mama hat sowohl Haushalt, als auch die Kindererziehung voll im Griff. 

Ich denke, man könnte diese Liste noch ewig fortsetzen.

Viele dieser Annahmen werden dann noch gross von Studien belegt, um dann kurze Zeit später von einer wieder anderen Studie widerlegt zu werden.

Alles in allem bin ich mir sicher, dass, egal welcher Mama ich diese Liste zeige, jede wird mir drei andere Dinge nennen, die in ihren Augen die allerallerallerwichtigsten sind.

Und die angeblichen «Übermütter» werden mir vermutlich vorheucheln all diese Dinge umzusetzen. HAAAAAA- wers glaubt!

Das beste aller Beispiele ist länderübergreifend und ich weiss genau, dass sich nun vorallem die Österreicher unter euch fassungslos an den Kopf greifen werden:

  • Eine gute Mama begleitet ihr Kind in den Kindergarten. (Österreich)
  • Eine gute Mama begleitet ihr Kind NICHT in den Kindergarten. (Schweiz)

Gilt man in Österreich als Rabenmutter, die man eventuell sogar beim Jugendamt melden würde, wenn das Kind alleine den Weg zum Kindergarten bewältigen muss (je nach Region natürlich), so wird man in der Schweiz vermutlich schneller bei der Lehrperson antanzen müssen, als einem lieb ist, wenn man sein Kind täglich zum Kindergarten begleitet und dann vielleicht auch noch in der Garderobe Hilfestellungen gibt. (Kanton Züri)

Was ich damit sagen möchte:

Lasst uns doch wieder vermehrt zu UNS kommen, in unser Mamaherz reinspüren:

Was ist mir als Mama für mein Kind wichtig?! Und zwar ganz tief drinnen, die über Jahre eingetrichterten Glaubenssätze mal komplett aussen vor lassend…denn nur DAS zählt!

Wir müssen nichts und niemandem entsprechen, wir dürfen den für uns richtigen Weg wählen und diesen gehen ohne uns rechtfertigen zu müssen.

Was meinst du?

Alles Liebe. Deine Nanette

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Ich gestehe…

Ich liebe es, Bücher vorzulesen.

Ein, bzw. in unserem Fall zwei Kinder, die sich an einen kuscheln, gespannt zuhören und immer wieder mit ihren klebrigen Fingerchen auf die Bilder im Buch zeigen und etwas dazu kundtun. So, so schön!

Beruflich bedingt waren ein Haufen Kinderbücher bereits in unserem Besitz, als die beiden Zwerge auf die Welt kamen. Somit waren praktischerweise Bücher immer ein Bestandteil des „Spielzeuges“ und immer als griffbereites Dauerangebot im Wohnzimmer zu finden.

Das Angebot variiert stets, da ich die Bücher immer wieder austausche und aktuell immer nur ein kleineres Angebot im Bücherregal zu finden ist.

Das ist ja schön und gut, aber ob dies später auch noch von Nutzen ist und von den Zwillingen genützt wird?!

Eines Tages, die Kinder waren wirklich noch klein, wurde es ganz leise…die Art von „leise“, bei der als Mama alle Alarmglocken schrillen und man eine katastrophale Unordnung erwartet, sobald man die Kinder in ihrem „Versteck“ gefunden hat.

Aber was sah ich? Unser Mädchen sass im Wohnzimmer am Boden und „schmökerte“ in einem Buch. YESSSSSSS! Wie schön ist DAS denn?

Das Mamaherz machte einen enormen Freudensprung und die farbenfrohe Welt der Bücher war nun offiziell eröffnet.

Seit die Kinder gut zwei Jahre alt sind, wird immer öfters eingefordert: „Mama, Büechli aluege“ (Mama, Bücher anschauen)

Grossartig, oder? Also voll toll. Ehrlich wahr.

Studie über Studie belegt, wie wichtig das Vorlesen von Büchern im Kleinkindalter ist: Spracherwerb, Wortschatz-Erweiterung,…

„Nau sixt es“-in dieser Hinsicht machen wir wohl alles richtig. Auch mal schön, bei den vielen erzieherischen Selbstzweifeln, die einen als Mama vielleicht doch immer wieder einholen.

Jetzt ist es aber so, dass es ein Ausmass angenommen hat, das ab und an mal Nerven sprengt:

Fünf verschiedene Bücher wurden aus dem Bücherregal von den beiden ausgewählt und liegen neben uns am Sofa. Alle Fünf habe ich ihnen nun schon vorgelesen.

Eines davon, selbstverständlich genau DAS, das ich sowieso voll nicht toll finde bereits mehrfach. Ich korrigiere: Meeeeeeeehrfach!!!

Und immer am Ende besagten Buches: „Mami-nochmal“ -Dauerschleife ON

ICH-WER-DE- WAHN-SIN-NIG!!!!!!!

Ich gestehe: Ich heisse Nanette, bin Lehrerin und verstecke Bücher vor meinen Kindern.

Bücherauswahl im zusammengeräumten Zustand. 😉

Just to say: Ich lebe in der Schweiz, hier gibt es kein „scharfes s“.

2 Schritte vorwärts und 3 zurück

NERVENPROBE ODER ACHTSAMKEITSÜBUNG?!🙃


Am Weg zum Einkaufen findet sich unterwegs ein Strauch mit Beeren dran: 


„Mami, Vögeli Beeri“


Zwillingsbruder fingert also umständlich mit seinen klebrigen Fingerchen an den Zweigen herum, was gefühlt 3 1/2 Std dauert und pflückt stolz eine Beere.


„Mami, mehr Beeri“


„Jaaaaa, pflück für deine Schwester auch eine“ 


Seine Schwester bekommt nun auch mit, dass es sich um einen „Beeristrauch“ handelt und sie fingern zu zweit an dem Ding herum.


Glückselig, jeder mit der ein oder anderen Beere in der Hand, wackeln wir uuur langsam weiter. Nach allen 5-7m wird dann eine Beere mit den Worten „Vögeli Beeri essen“ am Gehsteig fallen gelassen. Zwei glückliche Kinder, die Gutes getan haben wackeln weiter und haben bereits den nächsten „Vögeli-Beeristrauch“ im Visier. 


Und eine ziemlich lange Weile später hatten wir die 400m Strecke zum Supermarkt zurückgelegt…..

Ja- und dann war da ja noch der Heimweg 🤪

Vogelfutter hin oder her- es handelt sich in meinen Augen einzig und allein um eine MütterSCHIKANE!