Ferien mit Kind und Kegel

Oder aber auch: Appartementferien: Von einem Haushalt zum anderen.

Wir haben es getan. Wir haben unseren kompletten Hausrat zusammengepackt, konnten diesen, verwunderlicher Weise in unserem Auto verstauen und sind in die Ferienwohnung der Familie meines Mannes gefahren.

Man muss vorwegnehmen: Letzten Herbst hatten wir diese Vorbereitungen ebenfalls getroffen und sind losgedüst , allerdings kamen wir bereits nach 3 Tagen wieder heim. Es war einfach nur unerträglich. Ganz, ganz schlechte Nächte in denen der eine Zwilling den anderen geweckt hat und das im ewigen PingPong bis früh morgens. Eltern die völlig gerädert Ausflüge mit ihren 2 Jähringen machen, die aber noch gar nicht die Ausdauer haben, mehr als 10 Minuten zufrieden zu sein. Ich war es ja auch nicht, war ja ausser müde, nur müde. Also wozu durchhalten? Nur um den gesellschaftlichen Ansprüchen zu genügen und erzählen zu können, wir wären eine Woche lang in den Bergen gewesen und es wäre ja sooo toll gewesen? Nope, wer mich kennt, weiss, das mache ich nicht mit. Also Übung abgebrochen und gut war es.

Nun , 1 Jahr später packten wir also wieder unsere sieben(tausenddreihundertfünfundvierzig) Sachen und alleine DAS war eine Challenge. Ferienwohnung heisst: Spielzeug muss mit, denn Regenwetter ist mitunter angesagt, Reisebettchen für die Kinder samt Bettzeug, damit sie nicht aus dem Stockbett fallen, Kleider für alle und damit meine ich wirklich ALLE Eventualitäten, Lieblingsteilchen wie Nuggis und Nuschis, ….ihr wisst was ich meine. Wir sind hier alle Profis. Ich spare mir eine detailliertere Ausführung.

Ich hatte ehrlich gesagt Bedenken. Mir steckte das letzte Jahr noch in den Knochen. Gleichzeitig möchten mein Mann und ich aber unbedingt Gefallen finden an der Ferienwohnung mit Kind und Kegel, da es doch ein wahrer Luxus ist und wir im Winter unseren Kindern den Wintersport ermöglichen wollen. Nebenbei bemerkt hat der Fleck dort oben auch im Sommer unglaublich tolle Dinge zu bieten.

Die Autofahrt verlief herrlich unkompliziert. Die KinderliederCD lief nur knappe 30 Minuten, dann schliefen die beiden Rabauken ein und wir konnten dieser akustischen Qual schnell ein Ende setzen.

In der Wohnung angekommen, erkundeten die Zwei interessiert das neue Domizil und mein Mann und ich begaben uns ins Schlafzimmer zur Besprechung der Schlafsituation. Für mich war es klar: Wir müssen die Gitterbettchen gar nicht mehr aufstellen und das Zimmer somit unbegehbar machen. Ich mache das obere Stockbettchen rausfallsicher und fertig ist die G’schicht. Mein Mann reichte allerdings ein Veto ein und somit bauten wir im unteren Bettchen eine Höhle und die Zwillinge schliefen zu zweit unten. Super! Ich war erleichtert, denn nun konnte ich in dem gemeinsamen Schlafzimmer wieder atmen. Mit den beiden zusätzlichen Gitterbettchen blieb mir im Vorjahr irgendwie die Luft weg. Bin dahingehend aber auch bisserl eigen.

Der Waldspielplatz vor der Tür spielte alle Stückeln und es war schön, als Familie hier zu sein.

Abends machten wir es uns in der Wohnung gemütlich und ich stand in der Küche und war mir sicher: Diesmal wird das gut. Ich spürte Freude, da zu sein. Was für eine Erleichterung.

Die Nacht war ganz gut und die Kinder liefen morgens ins Wohnzimmer, während mein Mann und ich uns noch 5 Minuten im Bett gönnten. Wir hörten sie spielen, bis es plötzlich ruhig wurde. Verdammt! Ich sprang aus dem Bett, stolperte gehetzt ins Wohnzimmer und erblickte sogleich mit Schnappatmung den Ort der Tat:

Die Kinder hatten sich meine Handtasche geschnappt, einen Lippenstift entdeckt und es sich mit eben diesem auf dem beige farbenden Spannteppich gemütlich gemacht.

Das darf doch nicht wahr sein! Dieser Teppich hat bereits zig Jahre , eine bemerkliche Anzahl junger Menschen mit Bier- und Weingelüsten, andere Kleinkinder und noch viel mehr am Buckel und wir sind keine 24 Stunden hier und hinterlassen nun diese Katastrophe?! Warum passiert das nicht an den 350 Tagen in unserer Wohnung oder bei meiner Familie in Wien? Da wäre es mir nicht so arg unangenehm!

Los ging das Googeln und Offerten einholen, beides bis dato nur semi erfolgreich. Die Flecken sind, nachdem wir mal selbst Hand angelegt haben nun nicht mehr ganz so farbprächtig, aber immer noch da. MIST!

So viel zu unserem Einstand.

Nach dem Desaster wollten wir alsbald das Haus verlassen um mal durchzuatmen und starteten los Richtung Bergbahn. Das heisst, wir mussten unsere Prinzessin mal davon überzeugen die blauen Wanderschuhe anzuziehen, anstatt der pinkfarbenen Leuchtsneakers und die Sache mit der Strumpfhose musste auch erst ausgefochten werden. Um es gleich Vorweg zu nehmen: Dieser Punkt ging zur Abwechslung mal an uns Eltern. Tschaka!

Das Haus zu verlassen gleicht momentan sowieso immer einem Katz und Maus Spiel. Kaum macht der eine Zwilling mit , rebelliert der andere und umgekehrt. Schweissgebadet sassen wir dann also eine gute Zeit später im Auto bzw. in der Gondel.

Bei der Mittelstation angekommen, offenbarte sich uns eine KugelbahnXXL. Wir kannten diese bereits aus dem letzten Jahr, doch diesmal war es kein Vergleich. Die Kinder liefen rauf und runter, stellten die Weichen für ihre Murmel und wir verbrachten eine gute Stunde an diesem Ort.

Dann ging es weiter auf die Terrasse eines Restaurants, das Laufräder zur Verfügung stellt und die Kinder radelten über Wippen und andere Obstacles. Wie die Grossen und mega stolz über ihr Gelingen.

Wow! So ein schöner Ausflug, so zufriedene, glückliche Kinder. Mein Herz ging auf!

Die Bergluft und die tollen Unternehmungen machten jedoch müde und als wir gegen 14.00 Uhr heimkamen bettelten sie nach dem Bett. Keine Chance sie wach zu behalten. Sie forderten unabdingbar ein Mittagsschlaferl ein.

Und so nahm das „Unglück“ seinen Lauf.

Tolle Ausflüge + Mittagsschlaf = Bettruhe erst gegen 21.30 Uhr und als Bonus gibt es auch noch eine unruhige Nacht mit drauf. Mutti dankt!

Und was ist eigentlich mit mir? Mich macht die Bergluft auch müde und ich hätte abends einfach noch gerne ein Stündchen alleine mit meinem Mann verbracht. Auch wenn man vielleicht nur apathisch ins Handy glotzt oder Stumpfsinn im TV schaut.

Du meinst das sei egoistisch? Ja voll! Und das ist auch gut so und ich habe vor, mir diese Eigenschaft zu bewahren! Kann sie ja eh nur viel zu selten durchsetzen.

Mein Plan, zumindest eine Stunde abends durchschnaufen zu können scheiterte kläglich. Ich durfte ab 21.00 Uhr das Betterl der Kleinen nicht verlassen, sollte da hocken und warten, bis Ruhe einkehrt. Das gelang nur nicht, da die beiden sich gegenseitig aufschaukelten und es wahnsinnig witzig fanden. Ich dann irgendwann nicht mehr.

Mich machte das „Theater“ wütend. Ich hinterfragte meine Mamaqualitäten, vermisste das Leben vor den Kindern und fühlte mich dem Ganzen einfach nicht gewachsen.

Hinzu kommt, dass mein Mann momentan nichts „darf“. Wenn er mich ablösen möchte, dann wird, egal ob bei Tag oder Nacht „Nei Mami“ geschrien. Herrlich! Herrlich frustrierend für ihn UND für mich.

Also wer steht auf bei allen „Ich muss aufs WC“, „Wo ist mein Nuggi?“, “ Ich raunze mal zwanzig Minuten herum, sage aber nicht was ich habe“ -Gelüsten? Meist ICH. Sehr oft rappelt sich mein Mann zuerst auf, da aber Sekunden später trotzdem noch nach mir verlangt wird, stehen wir eben beide am Bett der Kinder. Wie die Deppen.

Da hat man einen so wundervollen Mann, der wirklich alle Aufgaben mit einem teilt und was ist? „NEI MAMI“ Ich raste aus!

Nichts desto Trotz: Wir erlebten täglich eine ganz tollen Zeit als Familie: Am Berg mit der Kugelbahn und dem Veloparcours, am Spielplatz mit dem Bächli und den Schleusen zum Wasserstauen, die eindrückliche Zugfahrt mit der Rhätischen Bahn nach St. Moritz und mein Highlight: Die Sommerrodelbahn.

Wenn ich keine Selfies mache, bin ich auf keinem einzigen Familienfoto drauf. Wer kennts? 😀

Mein Gott, das Kinderlachen, als wir die Bahn runtersausten, höre ich immer noch in meinen Ohren.

Was ist es also, das mich so zwiegespalten über diesen Urlaub fühlen lässt?

Urlaub in der Ferienwohnung heisst: Auch hier ist ein Haushalt zu führen, auch hier krieche ich nach jedem Essen unter dem Esstisch herum um das Chaos zu minimieren oder noch besser zu eliminieren und auch hier läuft der Geschirrspüler mit der Waschmaschine um die Wette. Dinge, die ich daheim schon als unglaublich mühsam und nervig empfinde, holen mich in den Ferien also auch ein. Finde den Fehler.

„Was nehmen wir für unterwegs zum Essen mit?“ „Was kochen wir abends?“ Und am Ende der Woche steht noch das Räumen der Wohnung an. Hier bin ich wieder bei den sieben(tausenddreihundertfünfundvierzig) Sachen, die wieder zurück ins Auto müssen, inklusive einem Berg schmutziger Bettwäsche und dann muss die Wohnung natürlich tiptop gereinigt werden, damit die nächsten Familienmitglieder in eine schöne Ferienwoche starten können. Nebenbei springen zwei übermütige Zwergerl herum und schalten einem den Staubsauger immer wieder aus, oder heulen, weil man ihr geliebtes Höhlenbettchen abbaut.

Mit Urlaubsfeeling oder Erholung hat das nur wenig zu tun und genau da liegt bei mir der Hund begraben.

Ich habe Zeit meines Lebens Urlaub mit ICH-Zeit und Erholung assoziiert. Ich denke es wird Zeit, diese Assoziation nun umzuwandeln. Ferien mit Kindern sind für uns momentan nicht entspannt, dafür aber aufregend, voller 1. Male, voller Kinderlachen, voller Abenteuer.

Auch ist es nicht angebracht sich zu vergleichen. Für die einen sind Appartementurlaube DIE ultimativen Ferien mit Kindern, für uns eben nicht. Muss es auch nicht sein.

Ich darf so fühlen. Daran ist nichts falsch.

Und du darfst das auch! Ich habe das Gefühl, kaum jemand traut sich darüber zu reden, wenn mal etwas nicht nach Schema läuft. Jeder erzählt von den „Ach so tollen Ferien mit Kindern“, aber vielleicht empfindet es gerade mal jede zweite wirklich so. Die tollen Fotos haben wir alle und auch ich zeige diese gerne. Aber ich rede auch gerne darüber, wie es sich abseits der gelungenen Bilder abgespielt hat und tue das nicht erst, wenn das Gegenüber die Hose runter gelassen hat.

Jammern hilft niemandem weiter, aber ein bisschen mehr Ehrlichkeit schadet doch auch nicht.

Fazit:

Urlaub in der Ferienwohnung ist für mich ein erfreulicher Tapetenwechsel, nicht mehr aber auch nicht weniger. Und diese Ansicht darf mir ab sofort helfen die weiteren Urlaube schon im Vorfeld besser einordnen zu können und die Erwartungen anders zu polen als bisher.

Somit: Ich freue mich auf einen erneuten TAPETENWECHSEL im Winter, freue mich auf das erste richtige Schneeerlebnis mit den Kindern und spare gleichzeitig mal ein bisschen, damit vielleicht auch mal ein Familienhotel-Urlaub drin ist, ohne kochen und putzen.

Erzähl mal, wie läuft das bei euch?

Ferien mit Kindern im Appartement: TOP oder FLOP?

Lass mir doch ein Kommentar hier unter dem Text da oder aber auch gerne auf FB oder Instagram. Du hast nicht wirklich was zu sagen, hast den Text aber einfach gerne gelesen oder dich vielleicht sogar wiedererkannt? Dann lass mir doch ein Herzerl oder einen Smiley da. Feedback jeglicher Art tut halt einfach gut.

Jössas, fast hätte ich vergessen den Abreisetag zu erwähnen, aber was da alles passiert ist, da bedarf es eines eigenen Beitrages. Wo finde ich hier diesen Smiley der die Augen in alle Richtungen verdreht?!

Stay tuned!

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Ich freu mich auf dich!

Alles Liebe

Deine Nanette

Wer nicht backen kann, der dekoriert!

Mütter und ihre MOTTOKUCHEN!

Die haben mich bis vor Kurzem ehrlich gesagt nur einen Augenverdreher gekostet. Ist doch völlig übertrieben und voll nicht notwendig. Der gute alte Gugelhupf reicht doch völlig!! Das unterschreibe ich, nebenbei bemerkt immer noch.

Nun, …da ich weder Gugelhupf noch Mottokuchen zusammenbring, war da wohl auch eine kleine Prise Neid vorhanden, denn alles, was einen bei anderen so arg aufregt, hat ja dann doch meist den Ursprung bei einem selber. Oder?

Aber ich schweife ab: Jetzt stand also der 3.Geburtstag der Twins an und ich genoss es, dass sie erstmals realisierten, was da nun bald stattfinden würde: „Mami, Happy Juju singen und Kerzen ausblasen!“ Gott, wie ich mich freute! Ich freute mich auf das Leuchten in den Augen und wollte ihnen nun sooo gern einen besonderen Kuchen machen! Ha! Aber was soll man tun, wenn man das Backtalent nicht gepachtet hat?!

Wer nicht backen kann- der dekoriert! Tschaka! Einfaches Schokokuchenrezept, Masse aufs Blech und der Rest ist Deko, und das kann ich!

Eine Seite „Bagger-Baustelle“, die andere Seite „Rosarote Einhornwelt“.

Das hat echt Spass gemacht und ich reihe mich hiermit in die Schublade der Mottokuchenmütter ein. Wer hätte das gedacht?!

Selbstverständlich gab es auch eine Panne! Ich hatte viel zu wenig Masse für ein ganzes Blech und der Kuchen wurde viel zu dünn. Frei nach dem Motto: „Muass da wurscht sein“, hab ich halt einfach noch ein paar Muffins dazugemacht und alles war gut. By the way: Der Schokokuchen, war trotz der Panne mega gut und watscheneinfach. Wer möchte das Rezept?!

Nachtrag:

„Den watscheneinfachen Kuchen, backe ich auch für die Geburtstagsfeier in der Krippe. Ist ja keine Sache“, so war der Plan.

Wäre ja tatsächlich keine Sache, wenn man den Kuchen dann auch rechtzeitig aus dem Ofen nimmt. Verdämmt!!

Schadensbegrenzung war angesagt. Rand wegschneiden und mit Smarties kaschieren. Die schmecken den Kids ja dann auf alle Fälle.

Und somit schliesse ich mit den Worten, mit denen ich begonnen habe:

Wer nicht backen kann, der dekoriert!

Wer schlaue Sprüche klopft, darf sich dann auch damit auseinander setzen, wenn sie Realität werden. 😀

Falls du meine Beitrage gerne liest, sie dir ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, du dich vielleicht immer wieder auch selbst darin erkennst , oder du einfach gerne mehr von mir und meiner Familie sehen möchtest:

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Alles Liebe

Deine Nanette

Und jetzt hast du Flügel und alles ist leicht…

Ich nehme Abschied

Seit Jahren mache ich mir schon Gedanken zu diesem Thema. Wie wird es sein, wenn meine Eltern einmal gehen. Wie kann ich mich auf diesen Moment vorbereiten? Was kann ich tun, damit es dann leichter ist? Ich fand auf keine dieser Fragen eine Antwort. Ich hatte keine Ahnung wie es werden würde und spürte einfach nur eine lähmende Angst beim Gedanken an diesenTag. Doch weiss ich jetzt, dass es so ganz anders ist, als erwartet. 

Meine Familie und ich mussten vor Kurzem meine Mama gehen lassen. Der grösste und schmerzhafteste Verlust, den ich je erleben musste und über den ich mir im Vorfeld schon so viele Gedanken machte ist ur plötzlich da. Kann es das geben? Kann das wirklich wahr sein?

Der Verlust ist gut zwei Wochen her und die letzten beiden Fragen begleiten mich immer noch und werden vermutlich auch noch lange an meiner Seite sein. 

Meine Trauer, mein Realisieren kommt in Wellen. Dazwischen funktioniere ich. Und das ziemlich gut. Manchmal sogar so gut, dass ich dazu neige ein komisches Gefühl dabei zu haben. «Darf ich denn auch lachen?» «Darf ich denn normal weiter funktionieren?» «Darf ich mich auch in der Öffentlichkeit zu diesem Thema äussern?» 

JA! Alles darf sein, es gibt kein «Richtig» oder «Falsch» und in Situationen die uns absolut neu sind, schon gar nicht. In Filmen sieht man Menschen, die aus dem Weinen nicht mehr rausfinden. Lautes Schluchzen, ein sich Verlieren, ein sich Verkriechen und Verstecken…. Das KANN ein Weg sein, mit Trauer umzugehen, aber es ist in der jetzigen Situation nur ein Teil MEINES Weges. 

«…und jetzt hast du Flügel und alles ist leicht», ist der Spruch, den ich auf die Schleife unseres Trauergestecks drucken ließ. Und ich bin überzeugt davon, dass dem auch wirklich so ist. Die Seele meiner Mama erfreut sich der neuen Möglichkeiten. Von nichts und niemandem wird sie zurückgehalten, sie kann sich nun, frei von ihrem kranken Körper entfalten und aufleben. Nicht hier bei uns auf der Erde, an einem anderen Ort, an dem wir uns hoffentlich wiedersehen werden.

Ich habe es mir in Bezug auf das Mamasein auf die Fahne geschrieben ehrlich zu sein. Alles auszusprechen was so manche Mama vielleicht nicht auszusprechen wagt, weil eine gute Mama nun mal nie überfordert ist, eine gute Mama immer alles im Griff hat…blablablub. Ihr wisst, was für gesellschaftlichen Schrott ich meine. 

Nun, beim Thema Trauer habe ich gespürt, wie ich mich damit verstecken wollte. Ich wollte niemanden damit runterziehen. Diverse Räume nicht mit meiner Trauer fluten. Und mich vermutlich auch nicht so zeigen. „Ich bereichere doch nur mit meiner Fröhlichkeit“, auch so ein Glaubenssatz, den ich an dieser Stelle verabschieden möchte.

Und dann sagte man mir: «Mach das bitte nicht. Füge dich nicht dem vermeintlichen Tabu, denn auch das will in die Welt getragen werde.» Danke Mirjana <3

Und es stimmt. Jeder von uns wird Trauer auf irgendeine Art und Weise einmal erleben und jeder darf anders damit umgehen. Ich habe in den letzten Wochen geweint, gelacht, funktioniert, mich ohnmächtig gefühlt, sicher auch verdrängt und ganz oft war ich einfach nur wie immer. Ich freute mich über Alltagssituationen, war dankbar, wenn man ganz normal mit mir geredet hat. Habe es genossen auch mal einen Scherz anzubringen…. ich habe Normalität genossen. Oftmals spürte ich die Blicke der anderen. Beobachtende, unsichere Blicke. Genau solche Blicke, wie sie im umgekehrten Falle auch von mir da gewesen wären.

Wir sind doch allesamt mit solchen Situationen überfordert und wissen nicht, was wir tun sollen. Wie wir reagieren sollen. Und das ist in Ordnung. Solange wir nicht urteilen, ist das alles in Ordnung. Und damit meine ich auch, sich selbst nicht zu verurteilen. Ich habe dies nicht getan, aber war doch ab und zu mal nahe dran zu hinterfragen, ob das denn normal sei, so zu funktionieren? Und ich kam zum Schluss, dass es das für mich ist. Solange ich aufhöre zu verdrängen, und auch die tiefe Trauer zulasse, die immer wieder wie eine Welle über mich kommt, solange darf ich auch den Alltag geniessen und mich der Normalität erfreuen. Das fühlt sich für MICH richtig an.

Momentan, nachdem ich nach der Verabschiedung meiner Mama Wien wieder verlassen musste, befinde ich mich in einem Wellental. Schwere liegt über und in mir und ich realisiere. Ich realisiere den Verlust meiner Mama. „Eine Mama geht immer zu früh“ Es tut weh. Ich weiss, dass es für sie eine Erlösung ist, doch mein Vater ist nun alleine. Ich möchte meine Geschwister dabei unterstützen für meinen Vater da zu sein. Ohnmacht macht sich immer wieder breit. Doch ich weiss, dass diese Welle vielleicht schon morgen wieder den Wellenberg erreicht, ans Licht kommt und ich mich leichter fühlen werde dürfen. Bis die Welle wieder bricht und die Trauer wieder Einkehr halten darf. Ich bemühe mich, alles zuzulassen, möglichst wenig zu verdrängen. Sowohl die Trauer, als auch die Fröhlichkeit. 

Gut und Böse, Schwarz und Weiss, Trauer und Freude …das eine braucht das andere. Es ist gut so, wie es ist. 

Mama, ich liebe dich…immer. Mama, du bist bei uns…immer!

Und jetzt hast du Flügel und alles ist leicht.

Was waren die Dinge, die dich als Kind glücklich gemacht haben?

Patsch, da war sie die Frage, der Fragen, die mich in erster Linie mal nachdenken liess. Aber auch dies half nix. Mir wollte einfach nichts einfallen.

„Kann denn das sein? War ich ein so unscheinbares Kind, konnte ich etwa nichts gut oder leidet mein Hirn eventuell an Demenz“ …waren nur einige meiner Gedanken dazu.

Ausserdem erwischte ich mich dabei, Dinge finden zu wollen, die sich gut vorzeigen lassen. Die der Verstand gut greifen kann. So wie: „Ich konnte gut singen, ich war gut in dieser oder jener Sportart, ich …“, was weiss der Himmel was ich mir da noch erhofft hatte. Aber eh egal. Denn mir wollte immer noch nichts einfallen.

Und dann ZACK, war es da, ein Gefühl das mich richtig glücklich machte als Kind: schwimmen, spielen, tauchen, springen…im WASSER.

Ich war damals als Kind im Schwimmbad stundenlang im Wasser. Ich sprang, tauchte, spielte … und war dabei so unsagbar glücklich. Meine Mutter musste mich regelrecht aus dem Wasser zwingen, wenn die Lippen dann schon zu blau waren. Kaum spürte ich aber , dass ich sie überzeugen konnte, dass ich mich genug aufgewärmt hätte, war ich auch schon wieder drin im Wasser.

Somit hatte ich etwas gefunden. Voll nichts Vorzeigbares, aber etwas, das beim Gedanken daran immer noch ein Glücksgefühl in mir auslöst. Herrlich!

Wisst ihr, was daraus geworden ist?

Zuerst mal ein Teenager, der sich nicht wohl in seinem Körper fühlte, der sich jahrelang als zu dick empfand, obwohl dem gar nicht so war, was Fotos von damals bezeugen. Aus dem vermeintlich zu rundlichen Teenie wurde eine junge Frau, die sich immer noch nicht wohl fühlte im Bikini und selbst als ich zum Sport fand und im Nachhinein gesehen eine super Figur hatte, versteckte ich mich gerne in den knielangen Surfershorts.

Tja und wenn ich behaupte, dass sich das Phänomen „Den Ist-Zustand nicht zu schätzen zu wissen, um dann Jahre später Fotos zu sehen und sich eh als recht ansehnlich zu empfinden“ Geschichte sei, der irrt sich. Ich kann das immer noch sehr gut, auch wenn mir die Meinung anderer zumindest in diesem Punkt, trotz meiner aktuell vermehrten Rundungen nicht mehr gaaaanz so wichtig ist.

Aber ich schweife ab. Durch dieses „Entsprechen wollen“ nahm ich mir die Freude am Wasser. Ich ging nicht mehr schwimmen und somit ZACK- AUS VORBEI.

Und auch jetzt gibt es solche Momente, in denen mein erster Impuls schreit: Komm spring ins Wasser, pfeif drauf, ob du ein Handtuch dabei hast, pfeif drauf, welche Verabredung du nachher noch hast und ob du dann eine scheiss Frisur oder Pandaaugen von der verschmierten Wimperntusche hast. SPRING doch einfach und geniesse statt zu entsprechen. SPRIIIIING!

Wie oft habe ich es NICHT getan? Ich kann euch in der Sekunde zwei stichfeste Situationen nennen, in denen ich es heute noch bereue, nicht gesprungen zu sein. Was ein klares Zeichen ist, dass es noch viele weitere Begebenheiten mehr gibt.

Eine davon war übrigens vor ziemlich genau zwei Jahren. Unsere standesamtliche Hochzeit. Nur die Trauzeugen, mein Mann und ich im Zwirn in einem Seerestaurant direkt am Zürisee. 36 Grad im Schatten. Der Impuls war da: Rauf auf das Geländer und ZACK rein ins kühle Nass. Aber der Verstand bremste uns aus. „Wie trocknen wir uns dann ab?“ , “ Uns nimmt so nass kein Taxi mehr mit“, „Der schöne teure Anzug“

Juli 2018 Danke @Airtime Photography

SPRIIIIIIIIIIIINGT doch einfach! Gopferdelli nomal!

Also manchmal ist der liebe Verstand ja eigentlich nichts anderes als eine Spassbremse. Schwersten entbehrlich, wenn ihr mich fragt.

Ich versuche in letzter Zeit vermehrt auf solche Impulse zu achten. Oftmals haben diese ja überhaupt gar keine Chance mehr an die Oberfläche zu kommen, schon werden sie von unserer Vernunft ausgebremst.

Sind oft nur klitzekleine Kleinigkeiten. Heute war ich z.B. schwimmen und bin wie damals als kleines Mädchen, wie ein Delfin immer aufgetaucht-runtergetaucht-aufgetaucht-glückselig gelächelt-abgetaucht. Ziemlich lang. Eine Frau sagte dann zu mir: Sie sind ja wie ein Fisch!

Jop, ein sehr glücklicher Fisch mit verschmieren Pandaaugen und einem glückseligen Lächeln im Gesicht.

Vermutlich werde ich eher früher als später unseren Zwillingen peinlich sein, aber das nehme ich in Kauf, denn ich versuche ihnen immer öfter auch mal vorzuleben, dass man das machen darf, was einen glücklich macht.

Lasst uns doch immer öfter mal auf Konventionen pfeifen. Kleine Schritte. Nur für uns selbst. Also ich übe das mal, habe zum Beispiel letztens mit unserem Buben am Arm im Regen getanzt. Was sich die Nachbarn dachten? Ist mir doch schnurz. Hatte ausserdem ein Kind am Arm, da sieht die Gesellschaft ja dann Vieles anders, als wenn man sich allein als Erwachsener tanzend in den Regen begibt. Komische Welt. Ehrlich wahr!

Ich gebe nun die Frage an dich weiter:

Was waren die Dinge, die dich als Kind ganz unabhängig von anderen Personen glücklich gemacht haben?

Und falls du Antworten findest: Tust du es noch?

Das darfst du nur für dich beantworten oder aber auch hier in den Kommentaren, auf Facebook oder Instagram. Würd‘ mich wahnsinnig freuen, von dir zu lesen.

Gruss und Kuss vom glücklichen Fisch 😉

Das Erziehungsstil-Roulette

Autoritär, antiautoritär, laissez-fair, bedürfnisorientiert…..Na? Ist da etwas dabei für dich?

Oder fragst du dich gerade eher, in welchem Erziehungsstil ICH meine Kinder erziehe, wenn ich schon einen Beitrag darüber verfasse?!

Meine eindeutige Antwort ist: Keine Ahnung! Spielt das denn wirklich eine Rolle? Muss man denn immer alles benennen und irgendwo einordnen? Mich nervt das ehrlich gesagt. Hier gibt es Studien zum Thema „Medienkonsum“, da gibt es Beiträge zum Thema „Gesunde Ernährung“ und überall gibt es die „Schlaumeierfraktion“, die sowieso alles besser weiss und dies auch bei jeder Gelegenheit ungefragt kundtun muss.

Ich entscheide mich für: 

Bauchgefühl: ON & Gesellschaftliche Normen: OFF 

Oder ganz unaufgeregt: HERZENSERZIEHUNG

Wann haben wir eigentlich verlernt, auf unsere Intuition zu hören? Seit wann geben wir mehr auf Studien und Ratgeber, als auf unser Elternherz zu hören? Der Verfasser einer Studie kennt unser Kind nicht, aber du und ich: Wir kennen unsere Kinder nicht nur, nein wir lieben unsere Kinder durch und durch. 

Studien und Ratgeber sind gut um unseren Verstand zu füttern, das kann ab und zu ganz gut tun, aber das kann niemals die Essenz ersetzen: Unser Herz, unsere Seele.

Ob ich das tatsächlich immer so einfach umsetzen kann, wie das hier Geschriebene klingt? Nein! Aber ich bin auf dem Weg. Mal kreuzt mich ein grösserer Stein, über den ich ungeschickt drüberkraxel, mal kicke ich mit links kleinere Steine weg und manchmal wird es so eng, dass ich meine, nicht weiterzukommen.  Aber ich bin in Bewegung und versuche dabei immer und immer mehr auf mein Herz zu hören. 

Wie siehst du das? Erwischt du dich auch immer wieder mal, eher nach einer „Norm“ zu handeln, als von deinem tiefsten Urvertrauen aus?

Es steckt einfach zu tief in uns drin. Von klein auf eingetrichterte Glaubenssätze sind da am Werk. Aber wenn man es sich mal bewusst gemacht hat, dann ist der erste Schritt schon getan. Wir machen nämlich alle einen wunderbaren Mamajob! Ehrlich wahr!

Alles, alles Liebe

Eure Nanette

Wie immer, möchte ich erwähnen, dass ich durch euer Feedback wachsen darf. Das darf ein „Gefällt mir“ oder ein „Herzerl“ sein, oder gerne auch ein Kommentar. Ohne jegliches Feedback, scheine ich ins Leere zu schreiben. Das ist natürlich auch in Ordnung, aber mehr Freude bereitet es mir, etwas von euch zurückzubekommen. Das darf übrigens auch ein „Daumen nach unten “ sein. Setze mich auch gerne mit negativer Kritik auseinander.

Reisen zu Corona Zeiten?! Muss das sein?!

„Voll nicht.“ „Sehr unverantwortlich.“ „Sieht man doch, wie die Zahlen wieder raufgehen, nachdem die Grenzen geöffnet wurden.“ „Schau sie dir an, alle reisen sie jetzt z.B. nach Serbien, kommen zurück und stecken uns verantwortungsvoll Daheimgebliebene an…“

Hast du schon mal zumindest ansatzweise in die Richtung gedacht? Also ich schon.

Aber dann ist man vielleicht selber mal in der Situation, etwas zu tun, was man unter normalen Umständen vermutlich nicht anstreben würde.

–> Reisen zu Coronazeiten

Aber von Anfang an:

Der Lockdown ging an uns glimpflich vorüber, unsere Zwillinge mussten noch nicht beschult werden, somit waren wir vormittags meist alleine auf irgend einem kleinen Quartierspielplatz und nachmittags tobte ich mich daheim basteltechnisch mit ihnen aus. Wer hätte das gedacht?! Ich und basteln. Konnte es selbst kaum glauben.

Für meinen Mann änderte sich zumindest im Tagesablauf kaum etwas, er arbeitete normal weiter, nur einmal in der Woche blieb er daheim bei den Kindern, damit ich zur Abwechslung mal konzentriert das Homeschooling für meine Schüler vorbereiten konnte.

Wir hörten kaum mehr Nachrichten und holten uns die Informationen lediglich nach den Sitzungen des Bundesrates. Somit wussten wir, was wir wissen mussten und die restliche Panikmache liessen wir aus. Das tat gut. Denn mulmig war einem natürlich schon, kennt man ja nicht, man ist nicht Pandemie erprobt. Aber die Angst schaffte es nicht, uns den Atem zu nehmen.

Ich gehöre sowieso zu den, als sehr gerne als „naiv und uninformiert“ abgestempelten Menschen. Aber ganz ehrlich. Was bringt es mir, tagtäglich die Fallzahlen zu studieren?! Ich lade die Panik ein und heisse die Angst willkommen, aber weiter bringt mich dieses Wissen nicht. Da bleibe ich sehr gerne weiter „naiv und uninformiert“. Immer und immer wieder werde ich mich dafür entscheiden.

Eine Sache machte mir jedoch extrem zu schaffen: Meine in Wien lebenden Eltern.

Sie sind beide über achtzig Jahre alt und kurz vor dem Lockdown wurde mein Papa an der Hüfte operiert. Alles verlief soweit gut, so gut es halt laufen kann in diesem Alter. Frisch operiert und mit schweren und langanhaltenden Nachwirkungen der Narkose lag er dann abgeschottet im Spital. Nicht schön. Und daheim meine Mama voller Sorge und von dem Unwissen wie es weiter gehen soll extrem geschwächt. Wie soll sie mit ihren nicht einmal 50kg meinem grossen, schweren Papa helfen, wenn er nach Hause kommt? Wie soll das alles weitergehen?

Meine Geschwister kümmerten sich rührend und organisierten unter anderem eine 24h Hilfe. In Zeiten von Grenzschliessungen eine gar nicht so einfache Sache. Diese Tatsache half mir enorm, trotzdem schottete ich mich ziemlich ab, verliess den Familienchat, da ich es nicht ertragen konnte, so weit entfernt zu sein, nichts tun zu können, aber mitzubekommen wie es meinen Eltern immer schlechter ging. Ich empfand eine Art Ohnmacht und die Angst, nicht zu ihnen zu können, sollte es nötig sein lähmte mich.

Der Lockdown wurde verlängert und es war schnell klar, dass unser Osterbesuch nicht stattfinden wird und jetzt komme ich endlich auf den Punkt:

In diesem Moment war ganz klar, ich mache es möglich, dass meine Eltern ihre Enkel sehen können und zwar so bald wie nur möglich.

Und so kam es, dass wir letzte Woche nach Wien reisten. Eine Reise, die ich wohl unter anderen Umständen nicht angestrebt hätte, aber eine Reise die mich im Nachhinein gesehen, sehr sehr glücklich stimmt.

Meinen Eltern geht es den Umständen entsprechend und es war magisch zu sehen, wie vor allem meine Mutter aufblühte, als wir alle gemeinsam unsere pensioniertes Pferchen „Askja“ besuchten. Wer hätte das gedacht: Meine Eltern mitsamt unseren Kindern bei Askja. Da ging mir das Herz aber sowas von auf.

Meine Geschwister, die mit meinen Kindern in genau den Park gingen, in dem schon ich mit meinem Opa damals Enten gefüttert und mich am Spielplatz ausgetobt habe und währenddessen durften mein Mann und ich ein Frühstück an einem meiner Lieblingsplatzerl in Wien geniessen. Zeit nur für uns zwei. Das gab es zuletzt mal irgendwann im Februar und wann es wieder möglich sein wird, ist mehr als fraglich.

Ich bin sehr froh, diese Reise gemacht zu haben und würde mich immer wieder dafür entscheiden. Romantik kommt nicht auf, bei der Maskentragerei, dem Abstandhalten und den vielen anderen Massnahmen, die wir achtsam befolgt haben, aber mein Herz wurde unzählige Male erwärmt, dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Was ich mir ausserdem mitnehme? Lieber mal nachfragen, statt sofort zu urteilen. Klar wird es schwarze Schafe geben, die bis zum letztmöglichen Tag ihre Ferien in einem „Listenland“ verbringen und am nächsten Tag ins Büro gehen und ihre Kinder in die Schule schicken, aber es gibt eben auch die anderen und die gilt es, nicht über einen Kamm zu scheren.

Besagte „Länderliste“ wurden übrigens erst am Tag vor unserem Abflug erstellt. Österreich stand nicht drauf, aber auch wenn…ich wäre geflogen und hätte die Quarantänebedingungen danach in Kauf genommen.

Wie hättest du gehandelt?

Alles Liebe

Eure Nanette

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Wo ist nur unser Wohnzimmer hin?

Spielzeug- überall Spielzeug!

Unser Motto zum Thema Spielzeug : Weniger ist mehr, denn es vermehrt sich nach jeder Feierlichkeit eh von selbst und die Menge nimmt ungeahnte Dimensionen an. 

Wenn ich mich im Bekanntenkreis so umsehe, dann scheinen wir tatsächlich eher wenig Zeug zu haben, aber trotzdem-das Wohnzimmer füllt sich und füllt sich und füllt sich.

Ob die Zwillinge kein Kinderzimmer haben?! Doch, doch… jeder sein eigenes sogar. Aber gespielt wird halt am liebsten in der Nähe von Mami und Papi. Wer kennt‘s? 

Schon ziemlich früh, habe ich also damit angefangen, Spielzeug, das momentan nicht mehr auf der individuellen „Besthits- Liste“ der Zwillinge steht, für einige Zeit lang wegzuräumen. Hat man ja auch schon mal wo gehört, dass dies sinnvoll sei.

Bei uns passierte es mehr aus Pragmatismus heraus: GEBT UNS UNSER WOHNZIMMER WIEDER ZURÜCK! Diesen Kampf haben wir trotz der Wegräumaktion selbstverständlich haushoch verloren, aber was ich sagen will: Räumt man das versteckte Teil dann nach ein paar Wochen, oder Monaten wieder hervor, erlebt es einen zweiten Frühling.

Gestern so geschehen mit unserem Indoorzelt. Das war sooooo schön! Wie die aufgescheuchten Hühner liefen sie umher. „Mami chum mit, Papi lueg!“ (sie versuchen sich mehrheitlich im Switzerdütsch) Zu viert mussten wir gestern Abend in dem kleinen Ding drin liegen und auch heute Morgen war es DAS Highlight. Wo es steht? In einem der Kinderzimmer! Yessss!

Das mit dem Wegräumen, mache ich übrigens auch mit Spielzeug, das MIR am Hammer geht und (Die perfekten Mütter nehmen an dieser Stelle bitte schnell einen Stein in die Hand um ihn in Kürze nach mir zu werfen) mit Büchern…ja, ich verstecke auch Bücher. Aber das hatten wir ja schon mal. Ich krame euch den Blogbeitrag dazu hervor und hänge ihn euch unten dran.

Hier meine vier

>Was ich bereits durch Erfahrung lernen durfte „Gscheitwaschltipps“<

  • Eben: Spielzeuge immer wieder mal wegräumen und ihnen nach einiger Zeit einen zweiten Frühling bescheren.
  • Puzzles…all die verdammten Puzzles und Memories: Räume niemals mehr als zwei davon her und räume diese nach getanem Spiel auch gleich wieder weg. Gleich=sofort=augenblicklich!!
  • Bastelscheren: Hörst du auch gerade die Stimmen „Die Kinder sollen am besten immer Zugang zur Kreativität haben, stellt ihnen Materialien zur freien Verfügung“ ..ähä…genau….fällt ein neuer Haarschnitt dann auch unter kreativ?! Dann bitte lieber unkreativ.
  • Und dann muss ich doch nochmal das Ding mit den Büchern erwähnen. Ich schneide mir nun vermutlich ins eigene Fleisch, sollte ich jemals den Schweizer Pass beantragen, ABER der Schweizer Nationalheld für Kinder namens GLOBI….also…nein…so ein komischer Vogel, mehr als nur unsympathisch, wenn ihr mich fragt. Aber gut, die Kinder lieben ihn-sehr sogar-somit liest man diverse Globibücher rauf und runter vor, bis dann aber schlussendlich ein Buch auftaucht mit der „GLOBINE“ als Titelheldin. Schon nach der ersten Vorlesesession ist glasklar: Dieses Buch MUSS verschwinden! Falls es jemand mal suchen sollte: Es liegt nun irgendwo in den Untiefen des Abstellraumes und ich gebe es zu, es liegt da nicht alleine. Der gute alte „PapaMoll“ darf sich auch immer wieder dazugesellen, wenn ich ihn einfach nicht mehr ertragen kann.

Ah und bevor ich es vergesse. Falls du zu denen gehörst, die nun noch immer einen Stein in der Hand haben: Dies wäre die Stelle, an der es wohl am passendsten wäre, diesen auch wirklich zu werfen. Es ist mir egal….ich weiche aus, oder fange ihn und werfe zurück. Und ich sage euch eines, ihr perfekten Mütter da draussen: Ich treffe! Denn: Vermeintlich perfekt sein ist auch keine Lösung. 😉

Irgendwer: „Das Engelslöckchen habt ihr sicher für das Babyalbum abgeschnitten, oder?!“ – Ich: „Nope“
Anfängerfehler! Ich weiss!

Hier mein oben erwähnter Artikel zum Thema: Kinderbücher verstecken ääähhh vorlesen 😉

Na, was meinst du dazu? Gehörst du zur Fraktion: „Der hau ich einen Stein am Schädel“, oder bist du auf meiner Seite? 😉

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Ich freue mich auf dich! Deine Nanette

Just to say: Ich lebe in der Schweiz, hier gibt es kein „scharfes s“.

Schuhe, überall Schuhe!

Wenn sich die Zwillinge mal alleine beschäftigen, atme ich normalerweise einfach kurz tief durch und kümmere mich um den Haushalt oder setze mich auch mal nur mit einem Kaffeetscherl aufs Sofa.

Aber NIEMALS ohne die Geräuschkulisse ausser Acht zu lassen. Hört ihr?!-NIEMALS!!! Man kennt ja seine Pappenheimer. 

Ja und dann kommt es. Nach einer relativ lang anwährenden Stille höre ich ein Geräusch, das ganz klar „Renn los und versuche das Ausmaß des Chaos in Grenzen zu halten!!“ schreit. Ich also los und was sehe ich?! Der Schuhschrank. Es ist wiedermal der Schuhschrank in ziemlich weit vorgeschrittenem Stadium ausgeräumt.

Ich atme tief durch und will mich schon aufregen…., aber ist es das wert?! Habe mich in diesem Fall für ein „Nein“ entschieden. Wir haben dann gemeinsam diverse Schuhe anprobiert und die zwei Rabauken hatten voll Freude dran.

Und ist es nicht wurscht, ob ich am Ende des Tages zig Schuhe aufräume, oder Legosteine, oder Autos, oder Bücher?! Ja gut… statt dem „oder“ wäre eher ein „und“ angebracht. Aber ihr wisst, was ich meine.

Ob ich bei heimlichen Ausräumaktionen im Badezimmer auch so entspannt bin?! Nein, voll nicht… aber das ist eine andere Geschichte.

Alles Liebe

Eure Nanette

Chic chic
Bisserl weniger Chic, dafür warm!

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„Hausarrest“! Und jetzt?!

Noch, dürfen wir hier bei uns gezielt und mit Bedacht raus, aber mehrheitlich bleibt man ja mittlerweile doch daheim.
Wie läuft das bei euch so?

Bei uns so:

Ja, das wird noch eine spannende Zeit.

Aber mal ehrlich, solch kreative Einlagen bringen meine beiden Schatzerl, mit oder ohne „Hausarrest“.

Was macht Corona mit mir? Was macht Corona mit uns?

Ich gehöre zur Fraktion, die das Ganze anfangs auf die sehr leichte Schulter genommen hat, ich war mir sicher, dass es zu „viel Lärm um Nichts“ einzuordnen ist. Da wurde ich eines Besseren belehrt. Schon bald war auch mir klar, dass es eine ernstzunehmende Sache ist.

Auch mir ist mulmig, wenn ich die leeren Regale im Supermarkt sehe, auch ich fühle mich nicht wohl, wenn auf der Strasse gespenstisch wenig los ist und auch ich habe mich von den viel zu vielen Berichten und Informationen, die man oft ungefragt über diverse Chats zugeschickt bekommt, wahnsinnig machen lassen. Ich habe geweint, weil ich nicht weiss, wann ich meine Eltern wiedersehen kann. Sie sind beide über achtzig Jahre alt und alles andere als gesund, ich sah sie zuletzt im November und die Grenzen sind nun dicht. Gar nicht schön. Immer noch ein Gedanke, der mich traurig stimmt.

Aber jetzt bin ICH gefragt. Jetzt habe ICH es in der Hand. Ich kann mich täglich entscheiden, ob ich in die Panik und Angst einsteigen will, oder ob ich meinen Fokus auf die angenehmen, schönen Dinge im Leben richten will. Und ich schwöre, die gibt es noch!

Auch DU bist gefragt, denn auch DU hast es in der Hand.

Und ganz ehrlich, wer schenkt dir momentan ein besseres Gefühl? Eine Person, die dir mit Panik in der Stimme mitteilt, wieviele Neuerkrankungen es seit dem gestrigen Tag gibt, oder ein Mensch, der mit dir ruhig und sachlich zum Thema plaudert und dabei Zuversicht ausstrahlt, oder noch besser: Über etwas ganz anderes zu erzählen beginnt?!

Ich kann das auch nicht immer, aber ich habe beschlossen, mich nicht verrückt zu machen, mich nicht mit ins Tal der Angst zu begeben, denn da hat niemand etwas davon. Am wenigsten meine Kinder, meine Familie und einen Versuch ist es doch allemal wert.

Lasst uns informiert bleiben und uns an die Vorgaben der jeweiligen Regierung halten, aber nicht mehr und nicht weniger, eben nur so viel, wie jedem Einzelnen von uns gut tut.

Alles ist gut und wenn dem mal nicht so ist, bleibt immer noch Zeit genug, um sich Sorgen zu machen.

Bleibt gesund und munter.

Eure Nanette


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Kommen Sie kommen Sie, schauen Sie sich das an.

Bis wir dann mal das Haus verlassen können….

FRÜHER: Schuhe und Jacke anziehen, Schlüssel nehmen, gehen…

HEUTE: Möglichst bereits am Morgen die Zwillinge mit meinen Plänen konfrontieren und gut vierzig Minuten bevor wir das Haus verlassen sollten checken, was alles mit muss: Wickeltascheninhalt, Trinkflaschen, Snacks,…so halt.

Danach DIE Frage der Fragen stellen: „Hat noch jemand ein Gaggi?!“ Ist im Grunde eh für nix, denn die allgemein passende Dauerantwort ist momentan: NEIN!

Ich mache mir also selbst ein Bild der Wickelsituation und handle je nach Ergebnis meiner Recherche.

Es wird ernst: Socken und Schuhe anziehen!

Ich fange an, „Bonny“ davon überzeugen zu wollen, Socken anzuziehen. Sie sitzt brav am Bänkli und ich darf ihr die Socken anziehen. (eher selten der Fall, aber ich möchte in meinen Beschreibungen ja auch nicht übertrieben wirken)

Socke Nummer 1 sitzt perfekt. „Bonny“ sieht das anders und brüllt und strampelt. Ich versuche Schadensbegrenzung zu betreiben, zupfe am Socken rum und ziehe möglichst schnell den Schuh drüber. Ich habe Glück, die Übung gelingt und sie hat beide Socken und Schuhe an.

Mir ist warm!

Ich widme mich der nächsten Herausforderung: Jacke anziehen!

Ich zücke die Winterjacke und ernte ein resolutes, unmissverständliches : NEIN! Sie läuft davon. In diesem Moment bin ich gar nicht mehr so glücklich darüber, dass sie die Schuhe bereits trägt, denn der Dreck des Vortages ist nun auch im Wohnzimmer zu finden.

Egal, es gibt ja noch „Clyde“. Also, selbes Spiel: Socke Nummer 1, Socke Nummer 2, beide Schuhe an. GEWONNEN!

Ich merke, dass ich schwitze…

„Clyde“ lässt sich die Jacke anziehen und zeigt sich auch bei Mütze und Schal kooperativ.

Leider teilt er mir nun mit, dass er ein „Gaggi“ hat. An dieser Stelle möchte ich gerne schreien.

Ich schreie nicht, wickle stattdessen meinen Sohn.

Was „Bonnie“ in der Zwischenzeit treibt?! Keine Ahnung. Es ist verdächtig ruhig. Nur selten ein gutes Zeichen.

„Clyde“ ist nun frisch gewickelt, schwitzt und meint: „Wenn, geh mer?!“ Tja, das frag ich mich schon länger, doch habe ich keine realistische Antwort auf diese vermeintlich einfache Frage.

„Bonnie“ muss her, wir müssen hier raus. Die Uhrzeit?! KEIN AHNUNG!

Ich rufe sie und habe Glück- sie kommt tatsächlich angestiefelt . Auch in die eben vorhin noch so verhasste Jacke darf ich ihr helfen. Ich kann mein Glück kaum fassen. Mütze und Schal werden verweigert. Aber das ist mir egal, denn ich feiere immer noch, dass sie zumindest Socken in den Winterschuhen trägt.

Also, beide Kinder in den Kinderwagen: Ich ernte ein energisches “ NEIN-laufe!“. Das habe ich bereits befürchtet. Also gut. Ich rechne im Kopf schon, wie viel länger wir von A nach B brauchen werden, wenn sie selber laufen, konzentriere mich dann aber doch lieber nochmals darauf, die Wohnung endlich zu verlassen.

Mein Gott, wie ich schwitze!!!

LOS!-wir gehen. Ahhhhh, nein…ICH brauche auch noch Jacke und Schuhe. Da ist auch noch ein Fleck auf meinem Shirt. Egal, die Jacke ist eh drüber. Raus hier!

Ich sperre tatsächlich von aussen ab. YESSS!! wir gehen ein paar Schritte und „Clyde“ bemerkt, dass sein „Nuschi“ (Lieblingstuch, das ehrlich gesagt dringendst gewaschen gehört) nicht mit dabei ist. Ich wäge kurz ab: Dauergejammer versus schnell nochmal zurück. Die Entscheidung ist klar.

Das Nuschi ist schnell geholt und wir wackeln los. Uuuuur langsam ….

Wie die Story in 95% der Fälle weitergeht?? Das ist in meinem Beitrag vom 12.Januar schnell erklärt:

Wie läuft das bei euch so ab?! Ähnlichkeiten zu erkennen oder ultimative Tipps auf Lager?

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Alles Liebe Eure Nanette

Und manchmal sitzen sie dann doch im Wagen 🙂

Nur mal ICH sein und „Mami“ bleibt daheim…

Ich checke für eine Nacht in einem Wellnesshotel ein. Ganz-allein! Das Weihnachtsgeschenk meines Mannes, der in der Zwischenzeit daheim die Stellung bei den Zwillingen hält. YESSSS!

„Ob ich nicht eine Freundin fragen möchte, um nicht alleine dort sein zu müssen?!“ , fragte er mich im Vorfeld.

Eindeutig: NEIN! Ich finde, ich bin im Alltag viel zu oft abgelenkt. Ich bin Mama, Lehrerin, Ehefrau, Freundin, Mama, Mama, Mama…aber viel zu selten einfach nur ICH. Das vermisse ich. Sehr sogar! Umso mehr weiss ich zu schätzen, dass mein Mann das erkennt und mir ein solches Weihnachtsgeschenk macht. Ich bin ein Glückspilz.

Also, niemanden einladen, um quasseln zu können, sondern tief einatmen, geniessen und ICH sein-ganz allein! Ich freu‘ mich!

Es geht los….

Check-in ist bereits ab 10.00 Uhr möglich und die Anfahrt dauert laut Navy 50 Minuten. Ich sitze also nach ausgiebigem Abschieds-Gebussel um 9.00 Uhr im Auto. Sicher ist sicher. Nehme mir aber vor, ganz sicher nicht vor 10.00 Uhr ungeduldig an der Rezeption zu kratzen.

Gesagt getan, ab ins Auto UND das erste Highlight meines Wellnesstrips nimmt seinen Lauf: Ich höre Musik. Also nicht falsch verstehen, aber „richtige“ Musik, die MIR gefällt und nicht „Aramsamsam“ oder das „Dinolied“. Und aus den hinteren Reihen ?! Nichts. Stille. Keine Beschwerden, keine Anliegen…Stille! YESSSS!

Der Empfang im Hotel, brav kurz NACH 10.00 Uhr , spielt schon alle Stückeln. Sekterl, Nüsse und Seeblick…unglaublich toller Seeblick. Kann ich hier bitte für immer wohnen?

Nach einem Kurzauftritt im Zimmer packe ich meine sieben Sachen für den SPA- Bereich zusammen und verlasse das Zimmer. Finde das Highlight!?

Eh normal?! HA!- nicht für eine Mama! Niemand will noch schnell die Nase geputzt haben, ich muss niemanden überreden seine Socken anzuziehen, niemand will getröstet werden, kein Streit, niemand läuft noch schnell mit dreckigen Schuhen eine Runde um die Kücheninsel, keiner der noch schnell ein Bussi auf irgend ein Wehwehchen, oder ein Pflaster auf eine nicht vorhandene Wunde haben will UND keine unerträgliche Stinkwolke kurz vorm Verlassen des Zimmers. Einfach nur meine Tasche nehmen und gehen. Welch Luxus!

Gegen 11.00 Uhr bin ich im SPA Bereich. Das tut sowas von gut. Ich schwimme, lese, schlafe, geniesse ein Kaffeetscherl, sitze im Whirlpool, im Dampfbad… wie man das halt so macht.

Um 13.37 Uhr schaue ich das erste Video der Zwillinge an. *seufz* „Oh, da sind ja noch die herzigsten Videos, die ich noch gar nicht im WhatsApp Status hatte! Jöööööööööööö!“ ZACK gepostet.

Dann starte ich in Runde 2: Schlafen-lesen-baden-essen….. so halt.

Es wird Abend.

Abendessen alleine im Restaurant. Das ist blöd.PUNKT. Ich vermisse meinen Mann.

Es folgt die Nacht: Ich vermisse meinen Mann, AAAAAAABER, ich liege im Bett und zwar durchgehend bis 9.00 Uhr am Morgen. Zugegebenerweise schlafe ich nicht durch, aber mal kurz aufwachen, realisieren, dass ganz sicher niemand gerufen, geweint, gehustet, ge-…hat und sich einfach wieder umdrehen und weiterschlafen ist ja schon wieder der mega Luxus. TSCHINDERASSA!

Früüüühstück-alleine. Das geht voll gut. Ich tripple also in den Frühstücksraum und kann mein Glück kaum fassen. Das Buffet gleicht einem Schlaraffenland und ich gebe mich dem Ganzen hin und verdränge den Gedanken, dass ich meinen übervollen Bauch, dann später noch im Wellnessparadies präsentieren darf.

Das allerbeste an der ganzen Sache: Ich muss nach dem Essen nicht auf den Knien unter dem Tisch herumkreulen (herumkriechen), um das von den Kindern veranstaltete Massaker zu entfernen. HAAA!

Ich schaue aufs Handy und denke: „Also ein paar mehr Fotos von den Kindern könnte er schon schicken“.

Ich rolle also in den SPA Bereich und spiele das Programm vom Vortag nochmals ab, aber irgendwie nicht mehr so ganz entspannt. „Reiss dich zusammen Nani! Nütze die rar gesäte Zeit ohne die Familienmeute!“ Gelingt dann noch -aber eben nicht mehr so ganz.

Ich sitze dann im Auto Richtung Heimat und was sehe ich am ersten Kreisverkehr? Einen Traktor mit ZWEI Anhängern! „Clydes“ Augen würden jetzt leuchten und auch „Bonnies“ Fingerchen würden begeistert in Richtung des Vehikels zeigen. Ich vermisse sie. Sehr!

Ja und dann ist auch noch Stau. Wie gemein!

Daheim angekommen tut es so gut, die Freude in den Augen der Kinder zu sehen, während sie mir entgegenlaufen. Mein Herz macht einen Sprung vor lauter Glück, während ich in den Armen meines Mannes stehe und ihn drücke.

Ich denke, ich sollte öfter mal wegfahren- allein das Wiedersehen ist es wert 😉

Wann hast DU dir das letzte Mal etwas Gutes getan? Und das muss kein Hotelaufenthalt sein, denn auch Kleinigkeiten bewusst zu ändern, tut oft schon voll gut.

Das Kleid anziehen, in dem ich mich schön fühle, das aber eigentlich für den Alltag mit den Kindern viel zu schade ist; das Parfum verwenden, das so gut riecht; die Wäsche mal Wäsche sein lassen und ein gutes Stück Kuchen essen; mal mittags nichts kochen und für sich und die Kinder unterwegs etwas holen…

Lass mir doch ein Kommentar da, ich würde mich wirklich sehr freuen.

Alles Liebe , Eure Nanette

The terrible 2…

Tja, was soll ich dazu sagen, wenn man Zwillinge hat, dann ist dieser Spruch ja mehr als zweideutig.

Wer kennt sie nicht, die Phase in der alles „NEIN“ ist, in der man den Kindern nichts recht machen kann und daher auch desöfteren mit einem beachtlichen Wutanfall beglückt wird. Bei uns momentan täglich mehrmals…ja und dann halt auch noch im Doppel. Harte Kost, das sag‘ ich euch!

„Mama Gnocchi“- ich koche Gnocchi – ich serviere Gnocchi- was ernte ich?! Geschrei der Sonderklasse!

Ich meine herausgefunden zu haben, dass ich die Gnocchi in der falsch farbigen Schüssel serviert hatte. Aber was weiss man denn schon so genau….

ABER, sie machen es halt immer wieder ganz schnell wieder gut. Diese kleinen Menschlein haben wirklich eine besondere Gabe, ihre Eltern dann doch immer wieder zu verzücken.

Gestern wollte ich das Haus um 9.00 Uhr verlassen. Ich wollte an meinem freien Tag in die Schule, um eine meiner aller liebsten Lieblingskolleginnen zu verabschieden, die ihren letzten Tag hatte, bevor sie sich ganz bald schon um ihren eigenen Nachwuchs kümmern darf.

Ich hatte bereits 20 Minuten Puffer eingerechnet, man weiss ja nun schon wie der Hase läuft. Ja, und eigentlich weiss man ja auch bereits, dass, wenn man das Haus unbedingt verlassen möchte, die Kinder plötzlich herzallerliebst miteinander zu spielen beginnen

Also : Ich lass‘ sie noch. Kommen wir halt bisserl später. Wurscht.

Es wird 9.15. Uhr ….ich versuche mal „Bonnie“ zu erwischen und mit lächerlichen „Killikilli“-Versuchen zum Schuhe anziehen zu überreden.

Meine Überredungskünste gehören anscheinend auch generalüberholt: Wirkung gleich NULL.

Ich ernte ohrenbetäubendes Gebrüll und kann sie kaum halten vor lauter widerwilligem Gezappel.

MIST: Punkt geht eindeutig an mein kleines widerspenstiges Mädchen.

Also ich versuche es mit „Clyde“. Ich mache es kurz:

Kinder 2: Mama 0

Ich soll mich nicht so anstellen? DU schnappst dir dein wild zappelndes Kind, lenkst es bestmöglich ab und schwuppdiwupp sitzt ihr gut gelaunt im Auto?

Haaaaa, mit ZWEI strampelnden Monsterchen und einer prall gefüllten Windeltasche schaut das Ganze anders aus-glaubt es mir, ich habe über diese Option kurz nachgedacht. Aber nur ganz kurz…ich blieb dann realistisch.

Zurück zur Situation:

„Mama pielen“ …hach, ich verstehe es ja. Sie haben wirklich gerade sowas von herzig gespielt: Lagen zu zweit in einem Gitterbett und haben sich gegenseitig zugedeckt und den Nuggi gereicht. Untertags spielt man das ja gerne, aber wehe dies wird abends von den Eltern eingefordert, aber das ist eine andere Geschichte 😀

Irgendwie hatte ich sie dann unglaublicher Weise gegen 9.30 Uhr im Auto und soll ich euch was sagen, es hat auch noch gereicht und wir kamen mehr oder weniger pünktlich.

Als ich dann mit den beiden die Schule betrat, hatte ich keinerlei Erwartungen. Ich hatte mir im Vorfeld gesagt, dass alles sein darf…sie dürfen schüchtern sein, sie dürfen Angst haben, sie dürfen weinen, sie dürfen…ja einfach genau so sein, wie sie gerade sein wollen. Ein Zimmer voller Lehrpersonen, das ist ja manchmal wirklich zum Fürchten, oder?! 😉

Wir drei betraten das Lehrerzimmer und circa 20 Lehrpersonen sassen bereits um einen grossen Tisch. Ich setzte mich mit beiden auf dem Schoss dazu.

Was passierte?! „Clyde“ schäkerte mit seinem Gegenüber und griff dann ungeniert am reichlich gedeckten Tisch zu, während „Bonnie“ mit bereits vollem Mund meinen Schoss verliess, um einer meiner lieben Kolleginnen in die Arme zu fallen.

Sie hatten eine richtig gute Zeit und waren so umgänglich, neugierig und herzig, dass mir das Herz aufging.

ICH BIN VERLIEBT <3

Oder heute, als ich schon schweissgebadet war, bis beide endlich Schuhe und Jacken anhatten und wir den Raum der Kinderbetreuung des Fitnesscenters verliessen und „Clyde“, der kleine zwei jährige Bub, wie ein ganz Grosser auf super cool ein „Tschüss zäme“ (Tschüss alle zusammen) in die Runde rief:

ICH BIN VERLIEBT <3

Und dann gestern abends. Ich musste mit ihnen „Betti liegen“ spielen und wir lagen zu dritt auf der grossen Matratze. Licht an, Licht ab, Tür auf, Tür zu. Decke drüber, Decke runter. ..

„Clyde“ kam im Dunklen zu mir gekuschelt und flüsterte mir mit seinem Babystimmchen zu:

„Mami, alles guet. Bin da.“

Ganz genau so, wie ich es immer mache, wenn er nachts weint.

ICH BIN sowas von VERLIEBT <3

Danach kam die Zeit kurz vor dem Schlafen gehen: Wickeln, Pyjama anziehen, Zähne putzen…ein einziges Debakel.

Aber sie wissen es halt, dass die Liebe zu ihnen bedingungslos ist. Und das ist ja auch gut so <3

Just to say: Ich lebe in der Schweiz und hier gibt es kein scharfes „s“

Foto Pixabay

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Eine gute Mama MUSS…..

Um die Quintessenz dieses Artikels gleich mal vorweg zu nehmen:

Die einzig richtige Antwort auf den Titelsatz ist: „GOAR NIX!“

Eine gute Mama MUSS überhaupt gar nix.
Wobei, warte- das ist SO auch nicht ganz richtig. Ich korrigiere:

Eine gute Mutter hört auf ihr Herz, ihre Intuition, anstatt auf die vielen Glaubenssätze, die sich teilweise schon über Jahrhunderte, durch die eigens erlebte Erziehung oder aber auch durch die gesellschaftlichen Normen in die Köpfe der Menschen gebohrt haben.

Ja, das gefällt mir mal fürs Erste. 

Seit ein paar Wochen grübel ich zu diesem Thema schon, da ich mich selbst manchmal dabei erwische in die «Mama.MUSS.Falle» zu tappen.

Was für Glaubenssätze schwirren denn da mitunter so in der Gesellschaft herum?! 

  • Eine gute Mama verbringt täglich Zeit mit ihren Kindern an der frischen Luft.
  • Eine gute Mama putzt ihrem Kind mindestens zweimal am Tag gründlich die Zähne.
  • Eine gute Mama spielt mit ihren Kindern und lässt sich auch gerne auf Rollenspiele ein.
  • Eine gute Mama badet bzw. duscht ihr Kind zumindest zweimal pro Woche.
  • Eine gute Mama liest oft Bücher vor und/oder erzählt Geschichten.
  • Eine gute Mama sorgt mindestens zweimal täglich für eine warme Mahlzeit.
  • Eine gute Mama unterbindet den aktiven Zuckerkonsum in den ersten Jahren.
  • Eine gute Mama lässt ihr Kleinkind nicht TV schauen oder andere technische Medien konsumieren.
  • Eine gute Mama geht nicht arbeiten, sondern bleibt möglichst lang daheim.
  • Eine gute Mama hat sowohl Haushalt, als auch die Kindererziehung voll im Griff. 

Ich denke, man könnte diese Liste noch ewig fortsetzen.

Viele dieser Annahmen werden dann noch gross von Studien belegt, um dann kurze Zeit später von einer wieder anderen Studie widerlegt zu werden.

Alles in allem bin ich mir sicher, dass, egal welcher Mama ich diese Liste zeige, jede wird mir drei andere Dinge nennen, die in ihren Augen die allerallerallerwichtigsten sind.

Und die angeblichen «Übermütter» werden mir vermutlich vorheucheln all diese Dinge umzusetzen. HAAAAAA- wers glaubt!

Das beste aller Beispiele ist länderübergreifend und ich weiss genau, dass sich nun vorallem die Österreicher unter euch fassungslos an den Kopf greifen werden:

  • Eine gute Mama begleitet ihr Kind in den Kindergarten. (Österreich)
  • Eine gute Mama begleitet ihr Kind NICHT in den Kindergarten. (Schweiz)

Gilt man in Österreich als Rabenmutter, die man eventuell sogar beim Jugendamt melden würde, wenn das Kind alleine den Weg zum Kindergarten bewältigen muss (je nach Region natürlich), so wird man in der Schweiz vermutlich schneller bei der Lehrperson antanzen müssen, als einem lieb ist, wenn man sein Kind täglich zum Kindergarten begleitet und dann vielleicht auch noch in der Garderobe Hilfestellungen gibt. (Kanton Züri)

Was ich damit sagen möchte:

Lasst uns doch wieder vermehrt zu UNS kommen, in unser Mamaherz reinspüren:

Was ist mir als Mama für mein Kind wichtig?! Und zwar ganz tief drinnen, die über Jahre eingetrichterten Glaubenssätze mal komplett aussen vor lassend…denn nur DAS zählt!

Wir müssen nichts und niemandem entsprechen, wir dürfen den für uns richtigen Weg wählen und diesen gehen ohne uns rechtfertigen zu müssen.

Was meinst du?

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Ich gestehe…

Ich liebe es, Bücher vorzulesen.

Ein, bzw. in unserem Fall zwei Kinder, die sich an einen kuscheln, gespannt zuhören und immer wieder mit ihren klebrigen Fingerchen auf die Bilder im Buch zeigen und etwas dazu kundtun. So, so schön!

Beruflich bedingt waren ein Haufen Kinderbücher bereits in unserem Besitz, als die beiden Zwerge auf die Welt kamen. Somit waren praktischerweise Bücher immer ein Bestandteil des „Spielzeuges“ und immer als griffbereites Dauerangebot im Wohnzimmer zu finden.

Das Angebot variiert stets, da ich die Bücher immer wieder austausche und aktuell immer nur ein kleineres Angebot im Bücherregal zu finden ist.

Das ist ja schön und gut, aber ob dies später auch noch von Nutzen ist und von den Zwillingen genützt wird?!

Eines Tages, die Kinder waren wirklich noch klein, wurde es ganz leise…die Art von „leise“, bei der als Mama alle Alarmglocken schrillen und man eine katastrophale Unordnung erwartet, sobald man die Kinder in ihrem „Versteck“ gefunden hat.

Aber was sah ich? Unser Mädchen sass im Wohnzimmer am Boden und „schmökerte“ in einem Buch. YESSSSSSS! Wie schön ist DAS denn?

Das Mamaherz machte einen enormen Freudensprung und die farbenfrohe Welt der Bücher war nun offiziell eröffnet.

Seit die Kinder gut zwei Jahre alt sind, wird immer öfters eingefordert: „Mama, Büechli aluege“ (Mama, Bücher anschauen)

Grossartig, oder? Also voll toll. Ehrlich wahr.

Studie über Studie belegt, wie wichtig das Vorlesen von Büchern im Kleinkindalter ist: Spracherwerb, Wortschatz-Erweiterung,…

„Nau sixt es“-in dieser Hinsicht machen wir wohl alles richtig. Auch mal schön, bei den vielen erzieherischen Selbstzweifeln, die einen als Mama vielleicht doch immer wieder einholen.

Jetzt ist es aber so, dass es ein Ausmass angenommen hat, das ab und an mal Nerven sprengt:

Fünf verschiedene Bücher wurden aus dem Bücherregal von den beiden ausgewählt und liegen neben uns am Sofa. Alle Fünf habe ich ihnen nun schon vorgelesen.

Eines davon, selbstverständlich genau DAS, das ich sowieso voll nicht toll finde bereits mehrfach. Ich korrigiere: Meeeeeeeehrfach!!!

Und immer am Ende besagten Buches: „Mami-nochmal“ -Dauerschleife ON

ICH-WER-DE- WAHN-SIN-NIG!!!!!!!

Ich gestehe: Ich heisse Nanette, bin Lehrerin und verstecke Bücher vor meinen Kindern.

Bücherauswahl im zusammengeräumten Zustand. 😉

Just to say: Ich lebe in der Schweiz, hier gibt es kein „scharfes s“.

2 Schritte vorwärts und 3 zurück

NERVENPROBE ODER ACHTSAMKEITSÜBUNG?!🙃


Am Weg zum Einkaufen findet sich unterwegs ein Strauch mit Beeren dran: 


„Mami, Vögeli Beeri“


Zwillingsbruder fingert also umständlich mit seinen klebrigen Fingerchen an den Zweigen herum, was gefühlt 3 1/2 Std dauert und pflückt stolz eine Beere.


„Mami, mehr Beeri“


„Jaaaaa, pflück für deine Schwester auch eine“ 


Seine Schwester bekommt nun auch mit, dass es sich um einen „Beeristrauch“ handelt und sie fingern zu zweit an dem Ding herum.


Glückselig, jeder mit der ein oder anderen Beere in der Hand, wackeln wir uuur langsam weiter. Nach allen 5-7m wird dann eine Beere mit den Worten „Vögeli Beeri essen“ am Gehsteig fallen gelassen. Zwei glückliche Kinder, die Gutes getan haben wackeln weiter und haben bereits den nächsten „Vögeli-Beeristrauch“ im Visier. 


Und eine ziemlich lange Weile später hatten wir die 400m Strecke zum Supermarkt zurückgelegt…..

Ja- und dann war da ja noch der Heimweg 🤪

Vogelfutter hin oder her- es handelt sich in meinen Augen einzig und allein um eine MütterSCHIKANE!