Eine gute Mama MUSS…..

Um die Quintessenz dieses Artikels gleich mal vorweg zu nehmen:

Die einzig richtige Antwort auf den Titelsatz ist: „GOAR NIX!“

Eine gute Mama MUSS überhaupt gar nix.
Wobei, warte- das ist SO auch nicht ganz richtig. Ich korrigiere:

Eine gute Mutter hört auf ihr Herz, ihre Intuition, anstatt auf die vielen Glaubenssätze, die sich teilweise schon über Jahrhunderte, durch die eigens erlebte Erziehung oder aber auch durch die gesellschaftlichen Normen in die Köpfe der Menschen gebohrt haben.

Ja, das gefällt mir mal fürs Erste. 

Seit ein paar Wochen grübel ich zu diesem Thema schon, da ich mich selbst manchmal dabei erwische in die «Mama.MUSS.Falle» zu tappen.

Was für Glaubenssätze schwirren denn da mitunter so in der Gesellschaft herum?! 

  • Eine gute Mama verbringt täglich Zeit mit ihren Kindern an der frischen Luft.
  • Eine gute Mama putzt ihrem Kind mindestens zweimal am Tag gründlich die Zähne.
  • Eine gute Mama spielt mit ihren Kindern und lässt sich auch gerne auf Rollenspiele ein.
  • Eine gute Mama badet bzw. duscht ihr Kind zumindest zweimal pro Woche.
  • Eine gute Mama liest oft Bücher vor und/oder erzählt Geschichten.
  • Eine gute Mama sorgt mindestens zweimal täglich für eine warme Mahlzeit.
  • Eine gute Mama unterbindet den aktiven Zuckerkonsum in den ersten Jahren.
  • Eine gute Mama lässt ihr Kleinkind nicht TV schauen oder andere technische Medien konsumieren.
  • Eine gute Mama geht nicht arbeiten, sondern bleibt möglichst lang daheim.
  • Eine gute Mama hat sowohl Haushalt, als auch die Kindererziehung voll im Griff. 

Ich denke, man könnte diese Liste noch ewig fortsetzen.

Viele dieser Annahmen werden dann noch gross von Studien belegt, um dann kurze Zeit später von einer wieder anderen Studie widerlegt zu werden.

Alles in allem bin ich mir sicher, dass, egal welcher Mama ich diese Liste zeige, jede wird mir drei andere Dinge nennen, die in ihren Augen die allerallerallerwichtigsten sind.

Und die angeblichen «Übermütter» werden mir vermutlich vorheucheln all diese Dinge umzusetzen. HAAAAAA- wers glaubt!

Das beste aller Beispiele ist länderübergreifend und ich weiss genau, dass sich nun vorallem die Österreicher unter euch fassungslos an den Kopf greifen werden:

  • Eine gute Mama begleitet ihr Kind in den Kindergarten. (Österreich)
  • Eine gute Mama begleitet ihr Kind NICHT in den Kindergarten. (Schweiz)

Gilt man in Österreich als Rabenmutter, die man eventuell sogar beim Jugendamt melden würde, wenn das Kind alleine den Weg zum Kindergarten bewältigen muss (je nach Region natürlich), so wird man in der Schweiz vermutlich schneller bei der Lehrperson antanzen müssen, als einem lieb ist, wenn man sein Kind täglich zum Kindergarten begleitet und dann vielleicht auch noch in der Garderobe Hilfestellungen gibt. (Kanton Züri)

Was ich damit sagen möchte:

Lasst uns doch wieder vermehrt zu UNS kommen, in unser Mamaherz reinspüren:

Was ist mir als Mama für mein Kind wichtig?! Und zwar ganz tief drinnen, die über Jahre eingetrichterten Glaubenssätze mal komplett aussen vor lassend…denn nur DAS zählt!

Wir müssen nichts und niemandem entsprechen, wir dürfen den für uns richtigen Weg wählen und diesen gehen ohne uns rechtfertigen zu müssen.

Was meinst du?

Alles Liebe. Deine Nanette

Just to say: Ich lebe in der Schweiz, hier gibt es kein „scharfes s“. 

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16 Antworten auf „Eine gute Mama MUSS…..“

  1. Bin selbst keine Mama aber sehe und höre viel des oben Gelesenen oft überall um mich herum – die entspannten Mamas, die sich das (angebliche/selbstauferlegte) „nicht perfekt“ Sein erlauben, scheinen aber die entspanntesten und glücklichsten Kinder zu haben 😍 Meine ganz persönliche, völlige Laienmeinung natürlich 😁

  2. Wow, soo schön geschrieben. Und obwohl wir diesen Weg nun schon eine Weile zusammengehen, ertappe auch ich mich immer wieder in der Mama.MUSS.Falle. Und viele dieser Glaubenssätze sind auch bei mir noch sehr tief verwurzelt. Danke fürs Aufzeigen und Erinnern. 😘🥰🤗

    1. Ich finde wir machen das echt schon gut. Bei Glaubenssatzalarm: Hinschauen, wahrnehmen und das für uns Richtige draus machen. Lass uns das weiter so praktizieren

  3. Sehr schön geschrieben. Auf sein Herz zu hören, intuitiv zu Handeln und individuell auf sein Kind einzugehen ist der richtige Weg. Du siehst ja bei deinen Kindern wie verschieden sie sind und das erfordert auch auf jedes Kind eigens einzugehen.
    Du machst das sehr gut.

  4. Liebe Nani, ich habe Dich kennengelernt, da waren die Zwillinge grad geboren. Du bist eine fantastische Mama. Du hast Dich mit Deinen Kindern entwickelt und hast keinerlei Anlass, ein schlechtes Gewissen zu haben. Für die Kinder sind soziale Kontakte sehr wichtig. Darum ist ein Kindergarten eine gute Idee für die ganze Familie. Du gehst Deinen Weg! Alles Liebe

    1. Ach Heike, das erste Jahr mit den Zwillingen war so ein WAHNSINN. Es hat wirklich gebraucht, bis wir uns eingegrooved haben. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich das Mamasein nun geniessen kann. Logisch, halten sie meine Nerven weiterhin mehr als nur auf Trab, aber alles in Allem haben mein Mann und ich einfach nur ein unglaubliches Glück, dass diese zwei wundervollen Menschlein uns als ihre Eltern gewählt haben.
      Bis zum Kindergarten vergeht noch sehr viel Zeit. Leider. Denn die zwei lieben es, unter Kindern zu sein. Ich vote für eine frühere Kindergarten „Einschulung“ in der Schweiz. Hab nur leider nix zu sagen. Habe den falschen Pass 😉

  5. Boah, schon beim lesen des Titels hat sich innerlich alles bei mir verkrampft . Hab im Kopf gleich zu zählen begonnen wie viele meiner Handlungen NICHT einer Mamanorm entsprechen. Dabei hätte ich auch sofort an meine Mamastärken denken können. Tja…

    Nach den erlösenden Worten „GOAR NIX“ ist mir ein Stein vom Herzen gefallen 😀

    1. Leider ticken wir so. Immer zuerst da hinschauen, wo es eventuell grad nicht gut laufen könnte. Voll blöd. Ich würd ur gern deine Mamastärken hören! <3

  6. Ich als Leider-nicht-Mutter bin gerade sehr erstaunt ob deiner Wahrnehmung als nicht perfekter Mutter, und hier schließe ich alle Mütter ein, die das lesen!! Denn allein die Tatsache so einen Blogg (sagt man das so?) zu eröffnen, und auch daran teilzunehmen, zeigt ja schon das „übergeordnete“ Lebensthema, hihi!
    Der Druck von außen allerdings muss imens sein, dabei kann ich halt nicht mitreden, bedanke mich aber, dass ich daran teilhaben darf Freud und Leid einer Mutter mitzuerleben!!
    Also nach meiner Wahrnehmung nach liebe Nanette, hast du sowieso geschätzte 9 von 10 Punkten erfüllt, und ich kann mich nur vor Ehrfurcht verneigen……..jojojo……klingt nach schleimen, aber ich kann nur sagen, was ich ehrlich auch empfinde, sehe und miterlebe!!

    1. hihi…3 1/2 von den im Beitrag genannten 10 Punkten erfülle ich 😀 Und weisst du was: Ich BIN die perfekte Mama. Und zwar die, für MEINE Kinder perfekte Mama. Der Rest muass da eh wurscht sein.
      Ich danke dir von Herzen <3

      1. Du bist ABSOLUT die perfekte Mutter, das steht sowieso außer Debatte……man gucke sich doch nur die zwei Kindlein an, und was aus denen so wird, wie sie gedeihen und wachsen!! Dazu gibt es nichts hinzuzufügen außer: BRAVO, bitte weitermachen!!

  7. Danke! Danke! Danke!
    wir müssen goarnix. So. Und zwar als Mama nicht und sonst auch nicht.
    was wir unseren Kindern vorleben, ist nämlich hauptsächlich, dass wir alles tun, um Anerkennung zu bekommen. Wir sollten mehr darauf achten, uns selbst zu genügen. Das ist schwierig genug 😉
    Ich muss noch viel üben!

    1. Voll auf den Punkt gebracht. Ihnen vorleben, dass wir gut sind, genau so wie wir sind. Mit allen nur möglichen Emotionen, die uns und das Leben ausmachen!Selbstliebe -BÄM! Da darf ich auch noch viel lieber mit mir sein!

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