Was so ein Baby mit mir macht!

Am letzten Samstag war es soweit: Wir packten unsere sieben Sachen für einen Tagesausflug und machten uns auf den Weg zu meiner Schwägerin, um endlich das kleine Menschlein kennenzulernen, das schon jetzt mein Herz gestohlen hat: Mein Patenkind.

Ein bisschen in die Babyblase mit eintauchen, die diese frische kleine Familie umhüllt: Eine in sich ruhende Mutter, ein ganz gelassener, bodenständiger Vater. Beide stolz und voller Liebe. Diese kleine Familie darf es so erleben, wie es sein soll und das ist so wundervoll, dass es mir die Tränen in die Augen treibt vor lauter schön.

Ich weiß, ich stelle das alles etwas sehr rosarot dar. Ein Baby ist immer noch ein Baby und mit dem Kleinen wurde auch Eltern geboren, die erst in ihre Rollen finden dürfen. Es darf und wird auch mal holprig werden, aber der Start ist mal gelungen und das ist für mich unglaublich schön mitzuerleben.

Seit das kleine Menschlein auf der Welt ist, denke ich nämlich vermehrt daran, wie es denn bei uns damals war. Alles andere als gelassen und so ganz anders, als ich es mir immer ausgemalt und gewünscht hatte. Aber soll ich euch was sagen? Das macht nichts. Ich bin wirklich fein damit und freue mich, dass ich es jetzt auch mal so ein bisschen anderes miterleben darf.

So saß ich also am Samstag mit dem kleinen Mädel im Arm im Lehnstuhl, das Stillkissen als Stütze unter dem Kindlein und mache nichts anderes, als zu glotzen. Ich konnte meinen Blick einfach nicht lösen, von diesem kleinen Wunder. Ich hatte Glück, sie war zufrieden und so durften wir diese gemeinsame Zeit einfach nur genießen.

Das kenne ich so nicht. Mit unseren Zwillingen gab es kaum eine ruhige Minute. Denn auch wenn man eines der Babies gerade füttert, ist man gedanklich schon bei den vielen nächsten Schritten: Baby füttern, Baby schaukeln bis es aufstoßen kann, bei Bedarf wickeln, Baby dann wenn möglich ablegen und alles wieder von vorne mit Baby Nummer 2. In den ersten Woche dauerte so eine Fütterungszeremonie pro Kind mindestens 30 , eher 45 Minuten. Der Hunger kam alle 3 Stunden. Wer rechnen kann liegt klar im Vorteil und weiß, was ich damit sagen möchte.

Und jetzt sitze ich aber da mit diesem kleinen Wunder und darf staunen und bewundern und genießen.

Ich bin dankbar.

Während ich so da sitze rennen unsere Zwillinge auf der Terrasse mit dem Hund ihre Runden. Sie sind so groß, so selbständig, so großartig! Ein Liebesschwall überkommt mich und ich sage es ihnen auch: Ihr könnt laufen, sprechen, euch selber anziehen ( wenn sie Bock drauf haben, man muss ja realistisch bleiben) , ihr könnt alleine aufs Wc gehen, ihr könnt ohne Hilfe essen( auch hier, der Nachsatz mit dem Bock haben…), …. ich bin ganz arg stolz auf euch!

Wahnsinn! Mir wird bewusst, wie viel mein Mann und ich in den letzten Jahren geleistet haben. Da sind zwei Kinder, die einfach großartig und auf einem so guten Weg sind.

Ich bin dankbar, stolz und voller Demut.

Das möchte ich mir behalten, davon zehren, denn ganz ehrlich: Ich bin so oft genervt vom Alltag mit den Kindern, genervt von ihren Launen, genervt von meiner Reaktion auf ihre Launen. Alles in allem hängt man sich einfach viel zu oft an den negativen Dingen auf, anstatt sich die vielen, vielen positiven Dinge vor Augen zu halten, die ja da sind. Direkt vor unserer Nase.

Kennst du, oder?

Seid lieb gegrüßt

Eure Nanette

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Eine Antwort auf „Was so ein Baby mit mir macht!“

  1. Hey meine liebe Schwester!!

    Du hast so ein tolles Talent zum Schreiben!! Dein Glück ist wie eine Welle zu mir geschwappt, und ich freu mich sooo mit dir mit!!
    Und richtig, ihr habt so viel geleistet mit den Zwillingen, ihr seid die Übereltern schlechthin!!
    Ja, bitte lass mich dich und Mathias loben, ihr habt es verdient!! Ich wäre gern euer Kind, würd mir das sofort aussuchen, obwohl meine / unserer Kindheit auch ein Traum war!!
    Und das hat unsere Mama ja auch immer gesagt- deinen Kindern fehlt es an nichts, du bist eine Supermama!! ❤️🤩😘

    Hab dich sehr lieb,
    deine Schwester Dani

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